
Ab Mittwochabend wird ein großer Teil der Münsteraner Innenstadt für Autos gesperrt. Zum NRW-Tag vom 28. bis 30. August fallen zudem zahlreiche Parkmöglichkeiten weg, Busse werden umgeleitet und Halteverbote ausgeweitet. Einige Einschränkungen gelten bereits. Gleichzeitig wird das Angebot im öffentlichen Nahverkehr deutlich verstärkt – und während des Festwochenendes können Busse und Bahnen in Münster kostenlos genutzt werden.
Die Verkehrseinschränkungen rund um den NRW-Tag erstrecken sich insgesamt vom 23. August bis zum 1. September. Große Teile der Innenstadt werden ab Mittwoch, 26. August, um 18 Uhr vollständig für den normalen Autoverkehr gesperrt. Weitere Sperrungen im Bahnhofsumfeld treten am Donnerstag, 27. August, ab 18 Uhr in Kraft. Der Verkehr wird überwiegend um das Zentrum herumgeführt.
Große Sperrungen ab Mittwochabend
Bereits seit Sonntag werden die Halteverbotszonen schrittweise ausgeweitet. Den Anfang machte die Heinrich-Brüning-Straße. Bis Freitag, 28. August, umfassen die Verbote den gesamten Veranstaltungsbereich und damit große Teile der Innenstadt. Wie die Stadt Münster in einer Medienmitteilung erklärt, hängen Beginn und Dauer der jeweiligen Halteverbote von den notwendigen Auf- und Abbauarbeiten ab. Je nach Bereich gelten sie bis einschließlich 30. August, 31. August oder 1. September.

Auch Anwohnende sind betroffen
Die Einschränkungen gelten ausdrücklich auch für Anwohnerinnen und Anwohner mit Bewohnerparkausweis oder einem privaten Stellplatz im gesperrten Bereich. Betroffene Haushalte hat die Stadt nach eigenen Angaben angeschrieben und über Ausweichparkplätze außerhalb des Veranstaltungsbereichs informiert.
In dem Schreiben finden sich auch Informationen zur Beantragung von Ausnahmegenehmigungen, beispielsweise für Pflegedienste. Fahrzeuge, die am Freitag noch im gesperrten Bereich stehen, werden nach Angaben der Stadt aus Sicherheitsgründen entfernt.
Zwei Parkhäuser nicht erreichbar
Die Sperrungen wirken sich auch auf die Parkhäuser aus. Ab Mittwoch sind die Parkhäuser Aegidiimarkt und Georgskommende nicht mehr erreichbar. Geöffnet und anfahrbar bleiben die Parkhäuser Münster-Arkaden, Alter Steinweg, Theater, Hörster Platz, Bremer Platz und Engelenschanze. Das Parkhaus Bahnhofstraße kann über die Von-Steuben-Straße angefahren werden, die Ausfahrt erfolgt über die Kleine Bahnhofstraße.
Als Alternative stehen die regulären Park-and-Ride-Plätze an der Weseler Straße, am Preußenstadion, am Coesfelder Kreuz und an der Steinfurter Straße zur Verfügung. Zum NRW-Tag kommen zusätzliche P+R-Flächen unter anderem an der Provinzial-Allee, Gartenstraße, Albrecht-Thaer-Straße, am Industrieweg und Bröderichweg hinzu. Diese zusätzlichen Angebote sind kostenlos. Am Allwetterzoo steht ebenfalls eine P+R-Möglichkeit zur Verfügung, dort ist das Parken allerdings kostenpflichtig.
Mehr Busse – aber auch Umleitungen
Wer das Auto stehen lässt, kann während des Festwochenendes ein deutlich ausgeweitetes Busangebot nutzen. Nach Angaben der Stadtwerke entspricht das einer Mehrleistung von rund 25 Prozent gegenüber einem normalen Wochenende.
Die Linien des Tagesnetzes 1 bis 34 fahren an allen drei Festtagen bis etwa 22 Uhr im 20-Minuten-Takt. Anschließend übernehmen die Nachtbuslinien N80 bis N85. Am Freitag und Samstag sind auch diese bis nach Mitternacht im 20-Minuten-Takt unterwegs. Sprakel und Gelmer werden stündlich mit Nachtbussen angefahren.

Allerdings gelten auch für die Busse Einschränkungen. Bereits seit Montag, 24. August, und noch bis zum 1. September werden die Linien um den gesperrten Innenstadtbereich herumgeführt. Haltestellen im Kernbereich der Altstadt werden in diesem Zeitraum nicht angefahren.
Die Altstadt bleibt unter anderem über die Haltestellen Altstadt/Bült, Eisenbahnstraße und Ludgeriplatz erreichbar. Für Veranstaltungen am Schlossplatz bieten sich Neutor/Schlossplatz Nord und Münzstraße an. Der Veranstaltungsbereich am Aasee ist unter anderem über St.-Antonius-Kirche, Bismarckallee und Scharnhorststraße erreichbar.
Drei Tage kostenlos mit Bus und Bahn
Während Autofahrer mit erheblichen Einschränkungen rechnen müssen, ist der öffentliche Nahverkehr vom 28. bis einschließlich 30. August innerhalb Münsters kostenlos. Das gilt für Stadtbusse, Regional- und Schnellbusse sowie für Nahverkehrszüge bei Fahrten innerhalb des Stadtgebiets. Ein Ticket ist dafür nicht erforderlich. „Es ist kein Ticket notwendig: einfach einsteigen und mitfahren“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Gäfgen.
Auch Besucherinnen und Besucher aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens können während des NRW-Tages kostenlos mit dem Nahverkehr nach Münster und wieder zurückfahren. Dafür ist allerdings der digitale Tarif eezy.nrw über eine teilnehmende App erforderlich. Die Fahrgäste müssen sich zu Beginn der Fahrt ein- und am Ziel wieder auschecken. Die Fahrt muss in Münster beginnen oder enden. Das Angebot gilt unter anderem in Regionalexpress- und Regionalbahnzügen in der 2. Klasse sowie in Regional- und Schnellbussen. Fernverkehrszüge wie ICE und IC können mit eezy.nrw nicht genutzt werden.
Promenade bleibt für Fahrräder geöffnet
Auch die Anreise mit dem Fahrrad bleibt möglich. Die Promenade steht während des NRW-Tages vollständig für den Radverkehr zur Verfügung. In der Nähe der Veranstaltungsflächen werden zusätzliche Abstellmöglichkeiten eingerichtet. In den Veranstaltungsbereichen selbst ist das Radfahren allerdings verboten.
Für Fragen zu den Verkehrseinschränkungen hat die Stadt eine Hotline unter 0251/492-1077 eingerichtet. Sie ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Während des NRW-Tages vom 28. bis 30. August ist die Hotline jeweils von 8 bis 20 Uhr besetzt.
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