Nothilfe in der Pandemie Kliniken in Münster und Umgebung nehmen Corona-Patienten aus Bayern auf

Sechs Corona-Patienten aus Süddeutschland werden auf sechs Krankenhäuser in der erweiterten Region verteilt. Zum Einsatz kommt auch ein A310 MedEvac der Luftwaffe. (Symbolbild: Bundeswehr / Miriam Altfelde)
Sechs Corona-Patienten aus Süddeutschland werden auf sechs Krankenhäuser in der erweiterten Region verteilt. Zum Einsatz kommt auch ein A310 MedEvac der Luftwaffe. (Symbolbild: Bundeswehr / Miriam Altfelde)

Die Feuerwehr der Stadt Münster begleitet heute die Verteilung von schwerstkranken Corona-Patienten aus Süddeutschland auf Krankenhäuser in und um Münster.

„Das Pandemiegeschehen und die Krankenhaus-Überlastung in einigen Regionen im Osten und im Süden der Republik haben so dramatische Ausmaße angenommen, dass die dortigen Krankenhäuser die Lage aus eigener Kraft nicht mehr meistern können“, sagt der Leiter des Corona-Krisenstabes der Stadt Münster, Wolfgang Heuer. Maßnahmen zur Entlastung der betroffenen Regionen, die unter dem Titel „Kleeblatt-Konzept“ seit dem Sommer 2020 bundesweit geplant und vorbereitet wurden, kommen in dieser Extremsituation zum Einsatz.

Konkret werden noch heute Abend sechs Patienten aus Süddeutschland auf sechs Krankenhäuser in der erweiterten Region verteilt. Drei münstersche Krankenhäuser übernehmen je einen Schwersterkrankten. Bei der Verlegung kommen Transportmaschinen der Luftwaffe zum Einsatz, sie sollen im Laufe des Abends landen. Die Feuerwehr Münster hat drei Intensivtransportwagen entsendet, um die Patienten vom FMO in die örtlichen Kliniken zu bringen.

Wolfgang Heuer: „Die Hilfsaktion ist für die Betroffenen lebenswichtig und zugleich ein solidarischer Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie in unserem Land. Der Dank geht vor allem an die beteiligten Krankenhäuser, die die Patienten aus Süddeutschland aufnehmen werden und deren Intensivkapazitäten aktuell ausreichen, um die Hilfsaktion durchzuführen. Auch unsere Region kann einmal in eine Lage kommen, Hilfe von außen zu benötigen. Da ist es gut zu wissen, dass belastbare Hilfestrukturen in Deutschland bestehen.“

In Münster und dem Umland ist das Pandemiegeschehen bis heute vergleichsweise glimpflich verlaufen. Nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit liegt die Inzidenz in Münster am Freitag bei 158,3 und im NRW-Landesdurchschnitt bei 274,2. Den Bundeswert gab das RKI zuletzt mit 438,2 an.

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