Neues Dach für Gesamtschule Münster Mitte Bauarbeiten in luftiger Höhe / NRW-Denkmalmittel für Restaurierung an der ehemaligen Überwasserschule

Lesezeit: 2 Minuten.
Die Gesamtschule Münster Mitte bekommt ein neues Dach. Der stellvertretende Schulleiter Werner Schlöpker zeigt eine Muster-Dachpfanne, Projektleiter Markus Göpel freut sich über den NRW-Förderbescheid für die denkmalgerechte Restaurierung. (Foto: Presseamt Münster / MünsterView / Witte)

Ein sichtbares Zeichen für die Sanierung ist das Gerüst, das sich an der ehemaligen Überwasserschule emporzieht. Das denkmalgeschützte Gebäude, Teil der Gesamtschule Münster Mitte, wird energetisch fit gemacht. Im ersten Bauabschnitt lässt das städtische Immobilienmanagement das Dach neu eindecken und investiert zugleich in eine Wärmedämmung.

Vor zwei Jahren konnte die Gesamtschule ihre Neubauten – das Oberstufenhaus, die Mensa und Sporthalle – in Betrieb nehmen. Von den beiden denkmalgeschützten Bestandsbauten ist bereits die ehemalige Realschule für Unterricht und Verwaltung modernisiert. Nun folgt die „Überwasserschule“, 1910 als Volksschule für Mädchen und Jungen gebaut und damit noch einmal knapp 50 Jahre älter als ihr bauliches Gegenüber. Schulklassen, Schülercafé und Übermittagbetreuung haben hier ihren Platz.

Die Fassaden der ehemaligen Überwasserschule sind aufwändig durch Betonwerksteine mit einer Überputzung in Sandsteinoptik gegliedert – eine moderne, für die Bauzeit damals noch ungewöhnliche Bautechnik. Aber so wurde die münstertypische Optik geschaffen. Über 100 Jahre „Wind und Wetter“ haben indes Spuren und sichtbare Schäden hinterlassen. „So muss das schadhafte umlaufende Gesimsband aus Werkstein instandgesetzt und in Teilen erneuert werden. Mit traditionellen Hohlfalzziegeln aus Ton wird das 1000 Quadratmeter große Dach eingedeckt, für die die Steildachflächen gibt es eine nachhaltige Wärmedämmung aus Holzfaser“, erläutert Projektleiter Markus Göpel vom Amt für Immobilienmanagement.

Das Gebäude, das seit rund 35 Jahren mit seiner neobarocken Ausführung aus Ziegel und Werkstein unter Schutz steht, wird in enger Abstimmung mit der städtischen Denkmalpflege saniert. Das Land NRW fördert die Restaurierung mit knapp 145 000 Euro. Insgesamt kalkuliert die Stadt eine Investition von 580 000 Euro. Ein Teil davon wird sich auf Dauer auszahlen: Die energetischen Maßnahmen helfen rund 22 Prozent Endenergie einzusparen, die Wärmedämmung senkt den CO2-Verbrauch.

Corona-bedingt wurden die Arbeiten am Dach von den Sommerferien auf den Herbst verlegt, der Schulbetrieb läuft unterdessen weiter. Markus Göpel: „Dennoch kommen wir gut voran, nicht zuletzt auch wegen der kooperativen Zusammenarbeit mit der Gesamtschule, die viel Verständnis zeigt. Das Miteinander klappt hervorragend.“ In einem zweiten Bauabschnitt geht es dann an die Sanierung der Fassade.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.