Münsters Weihnachtsmärkte eröffnet

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Oberbürgermeister Markus Lewe (3.v.r) und die 6-Zylinder eröffneten die Weihnachtsmärkte in Münster. (Foto: th)
Oberbürgermeister Markus Lewe (3.v.r) und die 6-Zylinder eröffneten die Weihnachtsmärkte in Münster. (Foto: th)

Mit fast 15 Grad war es am Montagabend eigentlich viel zu warm für Glühwein und Advents-Stimmung. Trotzdem heizten die fünf Sänger der „6-Zylinder“ dem Publikum ordentlich ein, das trotz des überhaupt nicht winterlichen Wetters zur offiziellen Eröffnung von Münsters Weihnachtsmärkten recht zahlreich zum Lambertikirchplatz gekommen war.

Vielstimmig sangen die 6-Zylinder von „Jingle Bells“, aber auch „Was ist das für ein Baum?“ und andere Lieder aus ihrem beliebten Musical „Der Schweinachtsmann“. „Was ist das für ein Baum, voller kleiner, heller Kerzen?“, das stimmten sie an dem Abend noch einmal an, als OB Markus Lewe den Schalter drückte und die 300 kleinen elektrischen Lichter an der großen Tanne vor der Lambertikirche erleuchteten, begrüßt von einem wohligen „Aaaah!“ der Zuschauer.

Die 6-Zylinder spielten Teile aus ihrem "Schweinachtsmann". (Foto: th)
Die 6-Zylinder spielten Teile aus ihrem “Schweinachtsmann”. (Foto: th)

In seiner Rede zu der stimmungsvollen kleinen Feierstunde trug unser Oberbürgermeister vor, dass dieser Baum ganze 20 Meter hoch und genau 50 Jahre alt ist. Für 4,50 Mark hatte die Familie Malkemper aus Dülmen sie 1961 gekauft und in ihren Garten gepflanzt. Sie sollte irgendwann mal das Tannengrün für den Hochzeitskranz ihres Sohnes Frank liefern. Doch der hat sein Eheglück erst in diesem Jahr gefunden – da war schon längst der Entschluss gefallen, die Nordmanntanne zu fällen und Münster Marketing als Weihnachtsbaum anzubieten. Immerhin war das Paar in den letzten Tagen in Münster, um sich hier am Prinzipalmarkt unter den grünen Zweigen zu küssen. „Deshalb ist dies der größte als Weihnachtsbaum getarnte Mistelzweig der Welt!“, meinte Markus Lewe.

Gut besucht war der Lambertikirchplatz zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte. (Foto: th)
Gut besucht war der Lambertikirchplatz zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte. (Foto: th)

Wenn ihr euch auch unter diesem übergroßen Mistelzweig küssen wollt, könnt ihr das noch bis zum 22. Dezember tun. Dann schließen nämlich die Märkte auf den Kirchplätzen, der „Lichtermarkt St. Lamberti“ und der „Giebelhüüskesmarkt“ an der Überwasserkirche. Sogar bis Freitag, 23. Dezember, haben der Weihnachtsmarkt „Rund ums Rathaus“, das Weihnachtsdorf am Kiepenkerl und der Aegidii-Weihnachtsmarkt geöffnet. Damit gehören die fünf Weihnachtsmärkte von Münster zu den längsten  Weihnachtsmärkten überhaupt. Wer nicht nur Künstlern wie den 6-Zylindern zuhören möchte, sondern gerne selber singt, hat dazu übrigens  am 2. Adventsonntag die Gelegenheit. Am 4. Dezember veranstaltet David Rauterberg ab 16:30 Uhr sein beliebtes „Rudelsingen“ vor dieser großen Tanne an der Lambertikirche, als großes „Adentssingen“.

Damit ihr eure eigenen Fotos von Münsters Weihnachtsmärkten mit aller Welt teilen könnt, hat die Stadt übrigens den Hashtag #adventinmuenster eingerichtet.
Ralf Clausen

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