Münster – wie es Müll trennt und sortiert Herbstserie zu statistischen Werten der Stadt / Müllvermeidung und -trennung auf gutem Weg

Münsteranerinnen und Münsteraner produzierten 95.025 Tonnen Wertstoffmüll im Jahr 2020. (Archivbild: Thomas Hölscher)
Münsteranerinnen und Münsteraner produzierten 95.025 Tonnen Wertstoffmüll im Jahr 2020. (Archivbild: Thomas Hölscher)

95.025 Tonnen Wertstoffe sind im Jahr 2020 in Münster getrennt erfasst oder im Zuge der mechanischen Aufbereitung aus dem Restmüll nachträglich aussortiert worden. 

Um zu sehen, wie gut die Münsteranerinnen und Münsteraner in Sachen Müllsortierung und -trennung tatsächlich schon unterwegs sind, lohnt ein Blick auf die Wertstoffmengen und Restabfallmengen aus den Privathaushalten: 422 Kilogramm Wertstoffe und Restabfall pro Kopf und damit 30 Kilogramm weniger als im Bundesdurchschnitt waren das im Jahr 2020.

62 Prozent von ihrem Müll haben die Münsteranerinnen und Münsteranern direkt getrennt entsorgt – sortiert etwa nach Bioabfall (17.305 Tonnen), Papier (19.769 Tonnen), Verpackungen/Metalle/Verbundstoffe (10.921 Tonnen), Glas (8.486 Tonnen), Elektrogeräte (2.108 Tonnen). Das ist optimal für die Verwertung der einzelnen Wertstoffe und so für den Ressourcenschutz.

Insgesamt ist Münster in Sachen Abfallvermeidung und -trennung auf einem guten Weg: Vor zehn Jahren lag das Abfallaufkommen pro Einwohner und pro Jahr noch bei 468 Kilogramm. Patrick Hasenkamp, Leiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster: „Unser Ziel ist, Münster gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern und in einem starken Netzwerk bis 2030 zu einer Hauptstadt der Abfallvermeidung zu machen. Alle Abfälle werden sich sicher nicht verhindern lassen. Aber insgesamt muss die Müll-Menge weiter sinken, insbesondere der Anteil des Restabfalls, der in Münster heute noch bei einem Drittel der Gesamtmenge pro Kopf liegt. Je besser Abfälle sortiert sind, desto besser lassen sie sich verwerten.“

Die Angaben stammen aus der sechsteiligen Herbstferienserie „Münster in Zahlen“ der Stadt Münster.

Ein Kommentar

  1. Es ist so: die Trennung der einzelnen Abfallfraktionen funktioniert in 1-Zimmer-Appartements nicht, das sieht man in den Restmülltonnen immer wieder. Ob da nun zu wenig Platz zu sein scheint (es gibt ja auch sehr kleine Trenntonnen!) oder ob die Bewohner dazu einfach nicht in der Lage sind (Ignoranz, Bequemlichkeit oder Unwissen?), lässt sich nicht feststellen.

    Auch der Hinweis auf den Biotonnen (kein Plastik) scheint irgenwie schwierig umsetzbar zu sein, zumindest hat man immer wieder mal den Eindruck.

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