Mit Aussicht: Blick auf Münsters Zukunftsthemen Oberbürgermeister Markus Lewe im neuen „1648“ zu Projekten und Chancen

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Blick auf Münsters große Themen in 40 Metern Höhe: Oberbürgermeister Markus Lewe mit Medienvertreterinnen und -vertretern im „1648“ im Stadthaus 1 im Gespräch. (Foto: Presseamt)
Blick auf Münsters große Themen in 40 Metern Höhe: Oberbürgermeister Markus Lewe mit Medienvertreterinnen und -vertretern im „1648“ im Stadthaus 1 im Gespräch. (Foto: Presseamt)

Von der elften Etage gibt es eine grandiose Rundumsicht. Der Blick wandert über die Stadt und weit darüber hinaus, kann das Preußen-Stadion genauso erahnen wie die ehemaligen Kasernen in Gremmendorf und Roxel. Die neue Gastronomie der Alexianer im Stadthaus 1, das „1648“, bot die passende Location für die Sommerpressekonferenz mit Oberbürgermeister Markus Lewe rund um Münsters Zukunftsthemen.   

Mehr Service für alle Bürgerinnen und Bürger in den städtischen  Schwimmbädern mit ausgedehnten Öffnungszeiten und attraktiven Angeboten, der Ausbau des Stadions an der Hammer Straße inklusive Mobilitätsstation, die fortschreitenden Arbeiten für die neuen Wohnquartiere York und Oxford  und nicht zuletzt der  Rückenwind für einen „MusikCampus“ – das sind einige Projekte und Herausforderungen, für die Münster die Weichen stellt oder gestellt hat. Oberbürgermeister Markus Lewe: „Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, die Zukunft Münsters mit ihren Potentialen und Chancen zu gestalten. Die Stadt ist gewachsen, großstädtischer und bunter. Toleranz und gegenseitiger Respekt sind in unserer Stadt allgegenwärtig und werden gelebt. Wir sind urban, weil wir die städtischen Qualitäten konsequent entwickeln und von dem steten Zustrom junger Menschen an den Hochschulen profitieren. Und wir bieten ein Zuhause, weil wir die Bezüge der Menschen zu ihren Stadtteilen bewahren.“

Bürgerservicezentrum bündelt Dienstleistungen

Zu den größeren Bauprojekten passt das gewichtige Modernisierungspaket für das denkmalgeschützte Stadthaus 1. In vier Etappen – Baustart war 2017 – wird das zentrale Verwaltungsgebäude mit seinen sechs Gebäudeteilen bis 2021 grundlegend saniert und zukunftsfest aufgestellt für effektiven Bürgerservice. Störungsfrei voran schreiten aktuell die Arbeiten im Bauteil D. Durch neue Grundrisse, bauliche Optimierungen und ein durch den Wegfall von Ladenlokalen deutlich großzügigeres Foyer entsteht bis zum späten Frühjahr 2020 das moderne  und barrierefreie Bürgerservicezentrum.

Zentrale städtische Dienstleistungen werden hier  auf drei Etagen gebündelt. „Kurze Wege“ laute die Maxime, denn die Münster-Information und der Counter für Bürgerangelegenheiten (EG), das Bürgeramt (1. OG) und das Standesamt (2. OG) sind benachbart untergebracht. In den oberen Geschossen wird in Kürze frischer Estrich verlegt, in den Ebenen darunter betonieren Fachleute in diesen Wochen neue Treppen.

Insgesamt nimmt die Stadt rund 38,5 Millionen Euro für die  Grundsanierung des zwischen 1956 und 1960 errichteten Verwaltungsgebäudes in die Hand. Die Arbeiten in zwei Bauteilen sind bereits komplett abgeschlossen. Auch im Hochhaus (3. Bauabschnitt) arbeiten auf neun Etagen seit einem halben Jahr die Verwaltungskräfte in rund 80 modernisierten Büros. Für die energetische Sanierung, für Barrierefreiheit und die Optimierung dieses Bauteils steuerte das NRW-Städtebauförderprogramm 1,81 Millionen Euro bei.

Das neue „1648“ – Endspurt im Hochhaus

Der Endspurt ist auf den obersten Etagen eingeläutet. Im September wollen die Alexianer in der zehnten, elften und zwölften Etage ihr als Integrationsbetrieb geführtes Café & Eventlokalisation eröffnen, das zugleich als Betriebsrestaurant für die städtischen Beschäftigten und externe Gäste dient. Die komplexen und technisch anspruchsvollen Umbauten nahmen mehr Zeit in Anspruch als anfänglich kalkuliert. Hohe Anforderungen an Lüftung, Klima und Brandschutz mussten in Einklang gebracht werden mit der vorhandenen Bausubstanz. Geringe Deckenhöhen machten Probleme, Decken wurden aufwändig statisch ertüchtigt.

Jetzt aber steht der Termin und weckt Vorfreude: Oberbürgermeister Markus Lewe:  „Das `1648` bietet nicht nur eine einmalige Aussicht. An dieser exponierten Stätte betreiben die Alexianer ihre Gastronomie als Inklusionsunternehmen  – dafür bin ich sehr dankbar.“ Norbert Mussenbrock, Geschäftsführer der Alexianer, erwiderte:  „Es wird für alle bereichernd, wenn die unterschiedlichsten Menschen tagtäglich in Kontakt sind. Wir freuen uns auf die Eröffnung im Herzen der Stadt.“

Die Schlussetappe der Stadthaus-Sanierung wird im kommenden Jahr mit dem Bautrakt zwischen Klemensstraße und Prinzipalmarkt inklusive Stadthausgalerie in Angriff genommen. Die Sanierung konzentriert sich nicht nur auf das Innere: Auch der Syndiaktplatz und der Platz des Westfälischen Friedens wird zwischen 2020 und 2022 neu gepflastert.

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