Märchensaison der Baskets endet mit der Meisterschaft WWU Baskets geben sich auch im letzten Spiel gegen Essen keine Blöße

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Die Baskets krönten die Märchensaison mit der Meisterschaft. (Foto: Claudia Feldmann)
Die Baskets krönten die Märchensaison mit der Meisterschaft. (Foto: Claudia Feldmann)

Nach Spielende gab es kein Halten mehr für das Team von Philipp Kappenstein: Die WWU BASKETS haben nach Aufstieg und Pokalsieg in der vergangenen Saison nun auch die BARMER 2. Basketball Bundesliga, ProB Nord, mit der bestmöglichen Platzierung abgeschlossen. Das 100:75 (50:29) gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen war vor der mit rund 3.000 Zuschauern erneut ausverkauften Halle am Berg Fidel der krönende Abschluss einer fantastischen Spielzeit. In die Aufstiegsrunde starten die Unistädter am kommenden Wochenende (SA, 02.03., 19:30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Basketball Löwen Erfurt.

Gegen Essen waren die WWU BASKETS mit Jan König, Anton Geretzki, Andrej König, Malcolm Delpeche und Joseph Cooper gestartet. Nach dem 0:4-Rückstand übernahm das Team von Philipp Kappenstein schnell die Regie und nach einem „Dreier“ von Andrej König auch die Führung. Bis zur Viertelpause baute Münster den Vorsprung auf 21:13 aus.

Zwei Minuten stand der 16-jährige Leo Lüsebrink auf dem Feld, da markierte der Youngster auch schon seine ersten von insgesamt 5 Punkten für Münster an diesem Abend. Aufgrund des Ausfalls von Nico Funk, hatte Philipp Kappenstein Lüsebrink das Vertrauen als Backup auf der Point Guard-Position geschenkt. Es folgte nun eine Reihe von erfolgreichen Distanzwürfen der Hausherren, während Essen vor allem über Ex-BBL-Spieler Julien Patrick Flomo am Brett punktete. Beim Stand von 50:29 wechselten die Teams die Seiten.

Gegen den bis zuletzt diszipliniert spielenden, vorzeitigen Absteiger aus Essen geriet der Sieg auch in der 2. Halbzeit nicht mehr in Gefahr. Bei den WWU BASKETS sammelten neben Leo Lüsebrink unter anderem auch Niklas Husmann und Daniel Woltering Spielzeit und machten ihre Sache gut. Das Team aus Münster traf gerade aus der Distanz überragend, erkämpfte sich insgesamt 40 Rebounds und kam so immer wieder zu zweiten Möglichkeiten. Den umjubelten, 100. Punkt lieferte – wie sollte es anders sein – dann auch Youngster Leo Lüsebrink. Längst gab es Standing Ovations für den Spitzenreiter.

Trainer Kappenstein kann diese Saison wohl selbst kaum fassen. (Foto: Claudia Feldmann)
Trainer Kappenstein kann diese Saison wohl selbst kaum fassen. (Foto: Claudia Feldmann)

Philipp Kappenstein über…

das Spiel gegen Essen: „Es hat sich eine unglaubliche Eigendynamik in Münster entwickelt, auch heute war die Halle eigentlich schon eine Stunde vor Spielbeginn rappelvoll und das trägt das Team nach vorne, man sieht wie das Selbstvertrauen gestiegen ist und man sieht die Entwicklung. Wir haben das Hinspiel gegen Essen hart umkämpft gewonnen. Heute haben wir sehr souverän gespielt, obwohl wir dezimiert waren, also ohne Nico, der in den vergangenen Wochen sehr stark war, natürlich auch ohne Wessi. Man sieht, dass junge Spieler sich problemlos integrieren, tolle Leistungen abliefern können, wie Niklas, wie Leo. Wir freuen uns auf die nächste Woche!“

…den Start in die Playoffs: „Alle sind wirklich höchst motiviert. Wir freuen uns so sehr darauf, dass jetzt was Neues losgeht, natürlich die Saison als Erster abgeschlossen zu haben, aber der richtige Spaß geht nächste Woche los. Das wird nochmal alles toppen, was wir in den vergangenen Wochen schon an Intensität hatten. Wir wollen Erfahrungen sammeln, natürlich so weit kommen, wie es geht, nächste Woche mit einem Sieg zuhause starten, wir freuen uns auf das zweite Heimspiel in Folge!“

…als Aufsteiger die Nord-Meisterschaft erreicht zu haben: „Das ist natürlich wie ein Traum. Man muss auch der Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen, im erweiterten Kern ist das eigentlich das Team des letzten Jahres. Die Jungs haben die Challenge angenommen, haben sich noch einmal richtig gesteigert. Auch das Team ums Team ist überragend, muss ich sagen. Ich glaube, der ganze Verein ist unglaublich mitgewachsen. Manchmal kann ich es selber kaum fassen. Wenn die Jungs einlaufen, habe ich ein wenig Gänsehaut. Wir genießen es einfach und: Wir sind noch nicht fertig! Von daher fällt die Spannung auch noch nicht ab und wir freuen uns auf das, was kommt.“

WWU: Cooper (6, 6 A.), König, J. (13/3), Husmann (7/1), König, A. (18/4), Hänig (4), Padberg (9/1), Porcher (8/2), Woltering (2), Goolsby (16/4), Lüsebrink (5), Delpeche (10), Geretzki (2). 

ETB: Durant (11/1), Eromonsele (6/2), Tauch, Hart (8/1), Kalondji Kadima (3), Calvin (15/1), Thompson (7), Martin (7/1), Flomo (18). 

Schiedsrichter: Paulina Sobieszuk, Arman Cicekli.
Zuschauer: 3.000 (ausverkauft)

Fotostrecke: WWU Baskets vs. Baskets Essen (23.02.19)

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