
Ab morgen (Donnerstag, 10. September) ist Schluss mit der Autofahrt über die B51-Brücke am Lütkenbecker Weg und Lindberghweg. Die Stadt Münster sperrt die Verbindung für den Kfz-Durchgangsverkehr. Damit soll die Veloroute zwischen Everswinkel und Münster sicherer und komfortabler für Radfahrer werden. Die Entscheidung sorgt allerdings weiterhin für Kritik aus der CDU.
Der Lütkenbecker Weg und der Lindberghweg bilden gemeinsam mit der Schillerstraße eine wichtige Fahrradstraßen-Achse zwischen dem Südosten Münsters und dem Bahnhofsviertel. Ab Donnerstag können Autofahrer die Brücke über die B51 dort nicht mehr als Verbindung nutzen.
Die Sperrung erfolgt über Verkehrszeichen an den Auf- und Abfahrten der Brücke. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann die Brücke dann aus beiden Richtungen nicht mehr überqueren. Vor den jeweiligen Sperrstellen sollen Wendemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ausgenommen von der Regelung sind Einsatzfahrzeuge sowie Fahrzeuge der Abfallwirtschaftsbetriebe.
Die Stadt setzt mit der Sperrung einen Beschluss des Ausschusses für Verkehr und Mobilität vom Juni 2026 um.
Stadt: Mehr Sicherheit für Radfahrer
Hintergrund der Maßnahme ist vor allem der Autoverkehr, der den Lütkenbecker Weg und den Lindberghweg bislang auch als Ausweichstrecke zum Albersloher Weg nutzt. Nach Angaben der Stadt kommt es dabei immer wieder zu gefährlichen Situationen für Radfahrer. Genannt werden insbesondere überhöhte Geschwindigkeiten und zu geringe Abstände beim Überholen.
Mit der Sperrung soll der Kfz-Durchgangsverkehr auf der Strecke unterbunden werden. Für Radfahrer soll dadurch mehr Sicherheit und ein höherer Fahrkomfort entstehen.
Die Grünen hatten die Entscheidung bereits im Juni ausdrücklich begrüßt. Andrea Blome, Vorsitzende des Verkehrsausschusses und Sprecherin der Grünen Ratsfraktion, erklärte damals: „Eine Fahrradstraße als echte Fahrradstraße – das ist ein Erfolg für alle, die sicher und bequem mit dem Fahrrad aus Münsters Südosten zum Bahnhof, in die Innenstadt, zu ihren Schulen und Arbeitsplätzen unterwegs sind. Die Stadtverwaltung hat auf dieser Straße zahlreiche Maßnahmen getestet, um den Pkw-Durchgangsverkehr zu reduzieren und gefährliche Begegnungen zwischen Autofahrenden und Radler*innen zu verhindern. Alle waren vergeblich. Die Sperre ist somit bestens begründet, sie wird von Polizei und Ordnungsamt befürwortet. Wir Grüne haben uns deshalb dafür eingesetzt, dass sie jetzt auch eingerichtet werden kann.“
CDU warnt vor Verlagerung des Verkehrs
Die CDU-Ratsfraktion hatte den Sperrbeschluss dagegen bereits im Juni kritisiert und sogar dessen Rechtmäßigkeit infrage gestellt. Aus Sicht der Rathaus-CDU seien die Mitwirkungsrechte der Bezirksvertretung Ost und eine angemessene Bürgerbeteiligung nicht ausreichend berücksichtigt worden.
Der verkehrspolitische CDU-Sprecher Walter von Göwels sagte dazu: „Beides hat es überhaupt nicht gegeben, obwohl der Osten von den Folgen der Sperre des Lütkenbecker Wegs unmittelbar betroffen ist.“
Die CDU befürchtet außerdem, dass sich der Autoverkehr lediglich auf andere Straßen verlagert. Genannt wurden unter anderem die August-Schepers-Straße, die Schmittingheide und der Heumannsweg. Auch die Wolbecker Straße könnte nach Ansicht der CDU zusätzlich belastet werden, zumal dort in absehbarer Zeit ohnehin Einschränkungen wegen von Baumaßnahmen erwartet werden.
Grüne sehen vor allem Sicherheitsgewinn
Christine Schulz, Grüne Ratsfrau für Gremmendorf, verwies im Juni auf ihre eigenen Beobachtungen auf der Strecke: „Immer wieder konnte ich beobachten, wie die Fahrradstraße als Abkürzung in die Stadt genutzt und in viel zu hohem Tempo von Autos befahren wurde. Durch eine gut kontrollierte Sperrung muss es gelingen, den Autoverkehr in diesem Bereich auf ein Minimum zu reduzieren. Anwohnende werden mit dem Auto in Einzelfällen längere Wege fahren müssen, wir reden aber maximal von wenigen Minuten. Dem gegenüber steht ein hoher Gewinn an Sicherheit für alle Radfahrenden auf der Fahrradstraße. Davon profitieren Fahrradpendler*innen aus Münsters Südosten oder dem Umland, es profitieren aber auch zahlreiche Schulkinder auch aus den direkt angrenzenden Wohngebieten.“
Mit der nun beginnenden Sperrung wird die Fahrradstraßen-Achse Schillerstraße, Lütkenbecker Weg und Lindberghweg damit tatsächlich weitgehend vom Kfz-Durchgangsverkehr entlastet. Wie stark sich der Autoverkehr künftig auf die umliegenden Straßen verlagert, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.
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Es bleibt zu hoffen, dass der grüne Schwachsinn, der sich hier mal wieder allein in der bescheuerten Gendersprache statt in vernünftigen Deutsch äußert bald durch die AfD ausgemerzt wird wenn es sich in Deutschland endgültig ausgeMERZT hat. Verbrenner statt Elektroschrott und Maofahrrad!