Lila Licht strahlt für Frühgeborene Weltfrühgeborenentag rückt die Kleinsten in den Vordergrund

Sie machten sich vorab ein Bild von der Beleuchtungsaktion “Purple for preemies“ im „1648“ (v.l.): Corinna Bücker, St. Franziskus-Hospital, Gerlinde Ehses, Clemenshospital, Kerstin Dzionsko, UKM und Gisela Schumacher, Bunter Kreis Münsterland e.V.
Sie machten sich vorab ein Bild von der Beleuchtungsaktion “Purple for preemies“ zum Weltfrühgeborenentag im „1648“ (v.l.): Corinna Bücker, St. Franziskus-Hospital, Gerlinde Ehses, Clemenshospital, Kerstin Dzionsko, UKM und Gisela Schumacher, Bunter Kreis Münsterland e.V.

Zum Weltfrühgeborenentag erstrahlt in diesem Jahr das „1648“ ganz oben im Stadthaus in lilafarbenem Licht. Am heutigen Abend des Weltfrüchentags (17.11.) leuchten die beiden obersten Etagen des Restaurants an der Heinrich-Brüning-Straße und machen so auf den besonderen Gedenktag aufmerksam.

Das Clemenshospital, das St. Franziskus-Hospital und das UKM betreiben in Münster Perinatalzentren und sind somit auf die Behandlung von Frühgeborenen spezialisiert. Gemeinsam mit dem Nachsorgeverein „Der Bunte Kreis Münsterland e.V.“ haben sie die Beleuchtungsaktion ins Leben gerufen. Die Organisatoren schließen sich damit der Aktion „Purple für preemies“ an, die von der US-amerikanischen Gesundheitsorganisation „March of Dimes“ ins Leben gerufen wurde. „Die Idee ist, dass Organisationen rund um den Erdball jedes Jahr am 17.11. Gebäude in lila beleuchten und so Frühgeburtlichkeit und ihre Folgen in die Mitte der Gesellschaft zu rücken“, erläutert Corinna Bücker vom Pflegeteam Neonatologie im St. Franziskus-Hospital.

„Als ‚Frühgeborene‘ werden alle Babys bezeichnet, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche (SSW) zur Welt kommen“, erklärt Kerstin Dzionsko, stellvertretende Stationsleitung Neonatologie am UKM. Laut dem Bundesverband “Das frühgeborene Kind“ ist eines von zehn Neugeborenen ein Frühchen, deutschlandweit sind das rund 60.000 Kinder pro Jahr. Obwohl die Frühgeborenen die größte Patientengruppe in der Kinderheilkunde darstellen, wird der Einfluss einer zu frühen Geburt auf die weitere Entwicklung dieser Kinder in der Öffentlichkeit nicht ausreichend thematisiert. „Und das wollen wir ändern. Mit unserer Teilnahme an diesem wichtigen Tag wollen wir, die sich tagtäglich um die Frühgeborenen und ihre Familien in Münster kümmern, Bewusstsein schaffen. Zum Beispiel dafür, dass mit einer Frühgeburt immer auch Besonderheiten auftreten und häufig Risiken und Probleme für die Kinder und ihre Familien entstehen“, erklärt Gerlinde Ehses, Fachbereichsleitung Neonatologie im Clemenshospital.

„Wir freuen uns sehr, dass uns das ‚1648‘ die Gelegenheit gibt, mitten in der Stadt buntes Licht in die Dunkelheit zu schicken und damit vielen Münsteranern dieses wichtige Thema näher zu bringen“, betont Gisela Schumacher, Geschäftsführerin des Bunten Kreises Münsterland e.V.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.