Libanon 1982 Die Linse zeigt sechs Filme zum Krieg und den Folgen

Szene aus dem Film 1982 (Foto: Pressefoto)

Von 1975 bis 1990 wird der Libanesische Bürgerkrieg datiert. 250 000 Menschen wurde getötet, viele vermisst. Schon früh intervenierten syrische Truppen. Am 6. Juni 1982 griff erstmals die israelische Armee massiv in den Krieg ein. Bachir Gemayel wurde in dem gleichen Jahr zum Präsidenten gewählt und auch ermordet. Zwei Tage später verübten etwa 150 Milizionäre in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila ein Massaker. Die Linse zeigt im Cinema sechs Filme, die sich mit dem Krieg und den Folgen für die Menschen beschäftigen.

Den Start macht am Mittwoch (8.6.) um 18.30 Uhr „1982“. In seinem Spielfilmdebüt betrachtet Regisseur Oualid Mouaness diesen unheilvollen Moment der libanesischen Geschichte von einer anderen Perspektive: durch die Augen eines Kindes in einer Quäkerschule am Stadtrand von Beirut. Als der Konflikt immer näher rückt, versucht der elfjährige Wissam erst recht den Mut zu finden, seiner Klassenkameradin seine Verliebtheit zu gestehen.

Eine Woche später, am Mittwoch 15. Juni, kommt um 18.30 Uhr der Film „Lebanon“ des Israelis Samuel Maoz. Dieser ist aus der Perspektive einer vierköpfigen Panzerbesatzung gedreht, die am ersten Tag des Libanonkrieges zu einer  Routinemission abkommandiert werden. Völlig unvorbereitet finden diese sich alsbald in einem Albtraum wieder.

Die weiteren Filme sind „Erased, Ascent of the Invisible“ (4.7.) von Ghassan Halwani. In dem essayistischen Dokumentarfilm setzt er sich mit den vielen Verschwundenen des Krieges auseinander. „Panoptic“ (20.7.) von Rana Eid ist der Brief einer Tochter an ihren verstorbenen Vater und der Versuch, sich mit der turbulenten Vergangenheit des Landes auszusöhnen. Einen Dokumentarfilm über die Folgen eines Krieges, ganz ohne Bilder vom Krieg zeigt „The One Man Village“ (1.8.) von Simon El Habre. Semaan führt ein ruhiges Leben auf seinem Hof in einem kleinen Dorf, in dem bis auf ihm niemand mehr lebt. Den Abschluss macht der Spielfilm „Die Frau, die singt“ (17.8.) von Denis Villeneuve („Dune“), eine Tragödie um ein erschütterndes Familiengeheimnis vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs im Nahen Osten.

Weitere Infos unter www.dielinse.de

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