Kulturrucksack auch 2024 wieder prall gefüllt Programmheft mit kostenfreien Kunst- und Kulturprojekten für Kinder von zehn bis 14 Jahren liegt jetzt aus / Tanz, Theater, Musik und digitale Medien

Beim Projekt „Forgotten Places – Fresh Faces“ im Rahmen des Kulturrucksacks 2023 haben Kinder und Jugendliche Zeichnungen in virtuelle Realitäten gesetzt. (Foto: Thomas Mohn)

Wie entstehen Sounds und Beats? Wie schweben leuchtende Tücher über eine Bühne? Was hat Virtual Reality mit Kunst zu tun? Die passenden Antworten können Kinder von zehn bis 14 Jahren bei DJ-Workshops, Schwarzlicht-Theater und bei Kunstaktionen mit digitalen Medien erhalten. Es sind nämlich Beispiele aus dem prall gefüllten Kulturrucksack NRW, mit dem auch 2024 in Münster wieder Kinder und Jugendliche mit kostenlosen Angeboten an Kunst und Kultur herangeführt werden. 

„Wir freuen uns, dass wir Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kultur mit spannenden und vielseitigen Projekten erleichtern und sie Räume finden, in denen sie sich ausprobieren können“, sagt Kulturamtsleiterin Frauke Schnell. „Besonders in dieser Altersgruppe brauchen Kinder und Jugendliche Orientierung. Die bekommen sie durch künstlerische und kulturelle Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umgebung.“

Projekte bieten analoge und digitale Orte
Das Projekt „Fake or Real“ im Rahmen des Kulturrucksacks 2023 setzte sich theatralisch mit Wahrheit und Lüge auseinander. (Foto: Isabel Hanke)

Die Projekte finden über das Jahr verteilt statt, in den Ferien und außerhalb der Ferien. Einige Angebote beschäftigen sich mit der Verbindung von Kunst und neueren digitalen Medien. Beim Theater-Workshop „Obstsalat 2.0“ erfinden Teilnehmerinnen und Teilnehmer Geschichten und Charaktere mithilfe künstlicher Intelligenz (KI). Ein weiterer Theater-Workshop schafft einen analogen und digitalen „Ort der Wünsche“. Im Kunst-Workshop „Reversed Scenery“ gestalten die Kinder und Jugendlichen Architektur in Münster ebenfalls mit KI neu und erweitern sie in einer virtuellen Realität.

Das Programm bietet auch die analoge Auseinandersetzung mit Kultur. Bei „Skulimpro“ nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Skulpturen in Münster unter die Lupe und interpretieren sie theatralisch. Beim „Kunstatelier im Zoo“ entwickeln sie Spielzeuge, mit denen sich Tiere beschäftigen können. Geschichten schreiben, Filme entwickeln, Museen und Galerien entdecken, Radio-Reporter werden oder Breakdance lernen – all das erleben Kinder und Jugendliche mit dem Kulturrucksack.

Landesförderung ermöglicht vielseitiges Angebot
Die Projektleiterinnen und -leiter des Kulturrucksacks freuen sich auf das aktuelle Programm. (Foto: Stadt Münster / Reiners)

Seit 2013 fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen das Kulturrucksack-Programm in Münster. „Dank dieser Förderung und der Zusammenarbeit mit unseren zahlreichen Projekt- und Kooperationspartnern ist es möglich, viele Kinder und Jugendliche zu erreichen und ihnen ein vielseitiges niedrigschwelliges Angebot zu bieten“, sagt Frauke Schnell.

Das Programmheft mit allen Informationen liegt unter anderem in der Münster Information im Stadthaus 1 (Heinrich-Brüning-Straße) aus. Allgemeine Fragen zum Programm beantwortet Josephine Schumann vom Kulturamt unter Tel. 02 51 / 492-41 08. Weitere Informationen gibt es online unter www.kulturrucksack-muenster.de.

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