„Kultur trotzt Corona“ Oberbürgermeister Markus Lewe mit Akteuren aus Kunst und Kultur im Gespräch / Stadt will auf weitere Hilfen drängen

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Münsters Kulturszene im Austausch mit Oberbürgermeister Markus Lewe und Kulturdezernentin Cornelia Wilkens. Der Rathausfestsaal bot ausreichend Abstand für den vorsorglichen Corona-Schutz. (Foto: Presseamt Münster)
Münsters Kulturszene im Austausch mit Oberbürgermeister Markus Lewe und Kulturdezernentin Cornelia Wilkens. Der Rathausfestsaal bot ausreichend Abstand für den vorsorglichen Corona-Schutz. (Foto: Presseamt Münster)

Fortdauernde Veranstaltungsabsagen, Aufträge, die wegbrechen, Einnahmeverluste: Die Lage vieler Akteure aus der Kultur- und Kunstszene Münsters ist angespannt. Auf Einladung von Oberbürgermeister Markus Lewe kamen zu einem Austausch über Herausforderungen,  Probleme und alternative Konzepte in der Corona-Krise kamen rund 25 Kulturschaffende sowie Teams der Kulturverwaltung ins Rathaus.

„Der kompromisslose Lockdown war richtig und hat in Münster Leben geschützt. Doch dieser Stillstand des öffentlichen Lebens hat die Kulturbranche ins Mark getroffen mit bedrohlichen Folgen für sehr viele Kreative“, weiß Markus Lewe um berufliche und finanzielle Sorgen. Und er machte den Teilnehmenden  Mut: „Die Stadt wird den Kulturakteuren in Münster helfen, auch künftig wieder attraktive Programme und ein künstlerisches Wirken zu ermöglichen“, betonte der OB und nahm das Leitmotiv der Rathausrunde beim Wort: „Kultur trotzt Corona.“

Wie aber die ökonomischen Folgen abfedern? Zwar lassen behutsame Lockerungen des öffentlichen Lebens in diesen Tagen wieder vereinzelte Kulturangebote zu, dennoch müssen Kulturschaffende über den Sommer hinaus denken und schauen. Der OB und Münsters Beigeordnete für Kultur, Cornelia Wilkens, werden auf Bundes- und Landesebene für eine Verbesserung der Soforthilfen für Solo-Selbstständige drängen  und das Thema auch im Städtetag platzieren. Die Unterstützung der öffentlichen Hand müsse den Lebensunterhalt bzw einen Unternehmerlohn abdecken, hieß es unisono.

Der Blick der Kulturrunde richtete sich zudem auf die kommenden Wochen und Monate. Strenge Hygieneregeln schmälern auch weiterhin die Einnahmen. Vielen Veranstaltungen droht ein größeres Defizit. Daher wird sich die Stadt für  Hilfsfonds einsetzen, die vor  allem in der zweiten Jahreshälfte zum Tragen kommen und die erhöhten Kosten und die geringen Einnahmen ausgleichen.

An die Verwaltung herangetragen wurde der Wunsch, eine zentrale Anlaufstelle für die Erstellung von Hygienekonzepten einzurichten, damit Veranstaltungen kurzfristig und nach einheitlichen Maßstäben genehmigt werden können. In den kommenden Tagen wird die Stadt beraten, wie dies erreicht werden kann.

So schwer die Zeiten für die Kunst- und Kulturszene ist: Sie birgt auch in der Krise Chancen. Chancen  für Neues, für veränderte Konzepte, innovative Ideen. Darin waren sich alle einig. „Sie haben Wege gesucht und gefunden und Menschen in kontaktlosen Zeiten Kultur zugänglich gemacht“, formulierte Cornelia Wilkens ihren Dank für das Engagement in den vergangenen Wochen.

Verabredet wurde ein regelmäßiger Austausch in konzentrierter Runde zu aktuellen Problemen, die in der Folge der Corona-Krise unter den Nägel brennen. Aber auch in einer größeren Besetzung bleibt das Kulturdezernat mit den Kulturschaffenden im Gespräch.  Cornelia Wilkens: „Wir lassen keinen Flurschaden zu. Kultur ist ein zerbrechliches Gut, das wir in all der Vielfalt in Münster schützen und erhalten wollen. Dafür treten wir ein.“

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