Kanalstraße: Sperrung ab Mittwoch Hochwasserschutz wird ausgebaut / Neubau eines Regenwasserpumpwerks

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Die Kanalstraße wird zwischen Ring und Nevinghoff für den Autoverkehr gesperrt. (Archivbild: Thomas Hölscher)
Die Kanalstraße wird zwischen Ring und Nevinghoff für den Autoverkehr gesperrt. (Archivbild: Thomas Hölscher)

Ein weiteres Großprojekt zum Hochwasserschutz in Münster beginnt. Das Tiefbauamt startet in diesen Tagen mit den Vorbereitungen für den Neubau eines Regenwasserpumpwerkes an der Kanalstraße, gleichzeitig werden Schmutz- und Regenwasserkanäle saniert und die Straße sowie die Geh- und Radwege erneuert. Ab Mittwoch wird dazu die Kanalstraße ab Ring bis zum Nevinghoff für den Autoverkehr gesperrt.

Nach dem Starkregen 2014 hatte die Stadtverwaltung ein weitreichendes Maßnahmenpaket zur Verbesserung des Überflutungsschutzes für den Bereich nahe der Aa beschlossen. Zentraler Bestandteil ist der Bau eines Pumpwerks für die Regenwasserkanalisation und die Vergrößerung eben dieser im Kreuzungsbereich Wibbeltstraße. Das Pumpwerk soll etwa bei Starkregen das Regenwasser über den Pegel der Aa oder die so genannte Rückstauebene auf Straßenniveau anheben, damit tiefer gelegene Gebiete nicht überflutet werden. In den vergangenen Jahren ist im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen in Münster bereits der Deich entlang der Aa und der Radweg an der Kanalstraße erhöht worden.

Der Bereich an der Kanalstraße (rot markiert) wird durch Zentrum Nord (grün markiert) umgeleitet. (Grafik: Stadt Münster)
Der Bereich an der Kanalstraße (rot markiert) wird durch Zentrum Nord (grün markiert) umgeleitet. (Grafik: Stadt Münster)

Nach den Kanalarbeiten folgt nach Auskunft der Stadt Münster die Umgestaltung des Straßenraumes zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und des Komforts für den Fuß- und Radverkehr. So weisen die Straße sowie Geh- und Radwege teils starke Schäden auf und sind nach Aussage eines Baugrundgutachters größtenteils als nicht frostsicher eingestuft. Wegen der umfangreichen Pumpwerks- und Kanalbaumaßnahmen und der Deicherhöhung bestehen ohnehin Anpassungsbedarfe. Die Fahrbahn wird mit einer Breite von 6,50 m in Asphaltbauweise hergestellt und zur Verbesserung der Oberflächenentwässerung höhenmäßig optimiert.

Während der 36-monatigen Bauzeit wird der Verkehr unter anderem durch Zentrum Nord umgeleitet. Der Anliegerverkehr bleibt weiterhin möglich, allerdings wird die Kanalstraße für die Anwohner von der Grevener Straße oder vom Ring aus zur Sackgasse. Das Wohngebiet rund um die Wibbeltstraße kann über die Langemarckstraße angefahren werden. Fußgänger und Radfahrer können die Kanalstraße während der Bauzeit weiterhin nutzen. Das Zentrum Nord ist über den Nevinghoff erreichbar. Beim weiteren Fortschreiten der Baumaßnahme werden Kanal- und Straßenbauarbeiten immer abschnittsweise mit Baulängen von ca. 50 Metern erfolgen. Knapp 5 Millionen Euro fließen in diese umfassende Maßnahme.

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