Junge Talente binden: BWL-Studierende liefern Ideen Team der FH Münster überzeugt mit vielen Vorschlägen die Finanz Informatik

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Entwickelten verschiedene Maßnahmen für die Finanz Informatik (v.l.): Lena Hermes, Ralph Kochendörfer und Silvana Weisser. (Foto: FH Münster/Katharina Kipp)
Entwickelten verschiedene Maßnahmen für die Finanz Informatik (v.l.): Lena Hermes, Ralph Kochendörfer und Silvana Weisser. (Foto: FH Münster/Katharina Kipp)

Qualifizierte Nachwuchskräfte und junge Talente möglichst frühzeitig an sich zu binden – diesen Plan verfolgen viele Unternehmen. Gelingen kann das zum Beispiel durch das Einstellen von Werkstudierenden, Praktikantinnen und Praktikanten. Wie aber gewinnen und fördern Unternehmen potenzielle Talente? Und was ist wichtig, damit jemand bleibt? Die Finanz Informatik, der IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe, wollte das herausfinden und holte sich Hilfe von Menschen, die es wissen müssen: Studierende der FH Münster.

Lena Hermes, Ralph Kochendörfer und Silvana Weisser vom Fachbereich Wirtschaft, der Münster School of Business (MSB), entwickelten verschiedene Maßnahmen – und ließen dabei eigene Erfahrungen einfließen. „Wir haben alle schon Praktika absolviert oder als Werkstudierende gearbeitet und gelernt, was uns wichtig ist“, sagt Weisser. Dazu, so die Studentin, zählen Wertschätzung, flexible Arbeitszeiten und Anerkennung. „Und das sehen viele so, wie sich durch unsere Umfrage bestätigt hat.“ Die fand online statt, und mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Hochschulen in ganz Deutschland machten mit. „Wir wollten zuerst einmal herausfinden, wie bekannt die Finanz Informatik eigentlich ist. Uns ging es aber auch darum, Erwartungen abzuklopfen und Gehaltsvorstellungen kennenzulernen“, erklärt Kochendörfer aus dem Projektteam.

Basierend darauf entwickelte die Gruppe Vorschläge für Werbemaßnahmen, Recruiting-Tools und Förderprogramme. „Wir raten zum Beispiel zu standortübergreifenden Onboarding-Events, um den Networking-Gedanken zu stärken. Und wir finden es sinnvoll, innerhalb des Unternehmens auch mal andere Bereiche kennenzulernen“, so Hermes. Stillstand sei für viele Nachwuchskräfte nichts. „Unsere Umfrage hat gezeigt, dass den Studierenden wichtig ist, immer wieder neu gefordert und gefördert zu werden. Aus diesem Grund haben wir ein zielgruppenorientiertes Förderungskonzept entwickelt.“

Neue Herausforderungen fanden die Studierenden auch im Projekt. Denn nur das Kick-off-Meeting fand noch in Präsenz statt, danach lief wegen Corona die gesamte Kommunikation übers Telefon, per E-Mail und mit Hilfe diverser Online-Tools ab. „Das war zuerst etwas ungewohnt, klappte dann aber ziemlich schnell richtig gut“, erinnert sich Weisser. Zur Zwischen- und Abschlusspräsentation kamen wieder alle zusammen – in einem sehr großen Besprechungsraum der Finanz Informatik und mit viel Sicherheitsabstand. „Für uns war es wichtig, dass wir uns treffen durften, um zu zeigen, wie wir unsere Ideen aus dem Projekt in die Praxis umgesetzt haben.“

Bei dem Unternehmen kamen die Ideen richtig gut an. „Wir sind sehr beeindruckt, wie groß und umfangreich die Studierenden gedacht haben“, sagt Stefanie Mönig, die das Projekt gemeinsam mit Laura Gelnar auf Seiten der Finanz Informatik geleitet hat. Und damit es nicht nur bei der Theorie bleibt, sondern die Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden, machte das Unternehmen kurzerhand Nägel mit Köpfen: Alle drei Studierende der FH Münster wurden als Werkstudierende eingestellt und mit der Implementierung des Konzeptes beauftragt.

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