Im Auto schwer sexuell missbraucht Neue Anklage im Missbrauchskomplex / Vorwürfe gegen 37-Jährigen Mann aus Wuppertal

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Weitere Anklageerhebung im Missbrauchskomplex vor dem Landgericht Münster. (Archivbild: Thomas Hölscher)
Weitere Anklageerhebung im Missbrauchskomplex vor dem Landgericht Münster. (Archivbild: Thomas Hölscher)

Im Missbrauchskomplex von Münster hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Mann aus Wuppertal erhoben. Der 37-Jährige soll Nacktbilder verlangt und später den damals 9-jährigen Jungen, der als Hauptopfer gilt, schwer sexuell missbraucht haben, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Der Angeklagte soll mit dem heute 28 Jahre alten Hauptbeschuldigten, dem Ziehvater des Jungen, in Kontakt gestanden haben. Nach Auswertungen von Datenträgern hatte die Staatsanwaltschaft Köln gegen den Angeschuldigten einen Haftbefehl erwirkt. Die Staatsanwaltschaft Münster hat dieses Ermittlungsverfahren im März 2021 übernommen. Laut Anklageschrift soll der Mann mit dem Hauptangeklagten Münsteraner im März 2019 ein Treffen vereinbart haben, bei dem der Wuppertaler die Gelegenheit erhalten sollte, den damals neun Jahre alten Sohn der Lebensgefährtin des Münsteraners schwer sexuell zu missbrauchen. Hierzu sei es dann, offenbar in einem Auto, in einem Waldstück bei Dülmen gekommen. Auch habe der Mann den Münsteraner aufgefordert, ihm ein Nacktbild seines Ziehsohnes zu schicken. Daraufhin soll dieser ihm zwei „geschlechtsbetonte Fotoaufnahmen“ in „entsprechenden Posen“ zugesandt haben. Die Staatsanwaltschaft bewertet dieses angeklagte Verhalten des Angeschuldigten als Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern.

Bei der Durchsuchung des Mannes aus Wuppertal im Dezember 2020 wurden laut Angaben der Staatsanwaltschaft Münster diverse Datenträger sichergestellt, auf denen sich mindestens 127 kinderpornografische Bilddateien befunden haben sollen. Der Angeklagte befindet sich weiter in Untersuchungshaft und hat sich zu den Tatvorwürfen bislang nicht geäußert. Das Landgericht Münster hat über die Zulassung der Anklageschrift zu entscheiden. Die polizeilichen Ermittlungen des Polizeipräsidiums Münster dauern weiter an. Aufgrund der bislang gewonnenen Erkenntnisse sei nicht auszuschließen, dass sich neue Verdachtsmomente gegen weitere, bislang unbekannte, Tatverdächtige ergeben.

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