Hochwasser: Weitere Hilfskräfte entsendet Über 1000 Einsatzkräfte aus dem Regierungsbezirk Münster im Katastrophen-Einsatz

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Weitere Kräfte aus dem Regierungsbezirk Münster sind nach Sturmtief "Bernd" im Hochwasser-Einsatz. (Symbolbild: CC0)
Weitere Kräfte aus dem Regierungsbezirk Münster sind nach Sturmtief “Bernd” im Hochwasser-Einsatz. (Symbolbild: CC0)

Auch heute und am Wochenende sind nach Sturmtief „Bernd“ 1000 Einsatzkräfte aus dem Regierungsbezirk Münster im Hochwasser-Einsatz. Am Nachmittag bereitete der Krisenstab der Bezirksregierung Münster die Entsendung zwei weiterer Einsatzbereitschaften mit zusätzlich 280 Männern und Frauen vor.

Der Krisenstab der Bezirksregierung koordiniert die Bereitstellung und den Schichtwechsel der Feuerwehrbereitschaften, Wasserrettungs- und Patiententransportzügen aus den Kreisen Steinfurt, Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Warendorf und den Städten Bottrop, Gelsenkirchen und Münster. Das Einsatzspektrum reicht von der Rettung über Wasserbeseitigung bis zur Betreuung von Evakuierten in Notunterkünften. Wo genau die Helferinnen und Helfer eingesetzt werden, entscheiden die Einsatzleitungen vor Ort. In einem Schreiben an die Oberbürgermeister und Landräte im Regierungsbezirk dankte Regierungspräsidentin Dorothee Feller den Einsatzkräften: „Sie alle leisten eine wichtige, hoch qualifizierte und nicht ungefährliche Aufgabe!“ Bereits am Mittwochabend waren vier Züge sowie eine Führungseinheit der Feuerwehr-Bereitschaft Warendorf/Münster in den Hilfseinsatz gestartet.

Auch in den Sozialen Medien zeigt sich eine immense Hilfsbereitschaft aus großen Teilen der Bevölkerung im Regierungsbezirk. Reiner Dewulf, Leiter der Koordinierungsgruppe des Krisenstabs der Bezirksregierung Münster, appelliert allerdings an die Bürgerinnen und Bürger: „Bitte fahren Sie keinesfalls auf eigene Faust mit einem Auto voller Sachspenden in die Hochwasser-Gebiete! Damit bringen Sie sich und andere in ernste Gefahr!“ Besser sei es, bei Hilfsdiensten oder den Städten und Kreisen vor Ort anzufragen, wo und wie man helfen kann. In den betroffenen Hochwasser-Gebieten sind viele Straßen zerstört oder unpassierbar. In Teilen sind Strom und Handynetze ausgefallen, in den Evakuierungsgebieten besteht Lebensgefahr.

„Nun ist es an uns, den anderen zu helfen.“ (Oberbürgermeister Markus Lewe)

Auch bei der Stadt Münster gehen viele Anfragen zu Hilfsmöglichkeiten für die betroffenen Regionen ein. Die Stadtverwaltung begrüßt diese Hilfsbereitschaft und ruft zu Spenden auf die Hilfskonten von beispielsweise der „Aktion Deutschland hilft“, dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, auf. 2014 war Münster selbst von einem massiven Starkregenereignis betroffen, damals haben uns andere Städte, Kreise und ungezählte Privatpersonen geholfen”, erinnert Oberbürgermeister Markus Lewe. „Dieses Mal hatten wir mehr Glück – und nun ist es an uns, den anderen zu helfen.“

Mehr als 40 Menschen sind infolge der Katastrophe bereits gestorben, etliche werden vermisst. Aktuell sind 25 Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen akut von der Katastrophe betroffen. Auch die Bundeswehr ist mit rund 850 Soldaten im Einsatz und unterstützt in den Hochwassergebieten mit speziellem Gerät, Hubschraubern und Räumpanzern.

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