Hilfstransport aus Münster nach Winnyzja Medizinische Ausrüstung und Schulmöbel für ukrainische Solidaritätspartnerstadt

Ein LKW wurde mit Hilfsgütern beladen, die in die ukrainische Solidaritätspartnerstadt Winnyzja gebracht werden. (Foto: Stadt Münster / Lotte Reiners)
Ein LKW wurde mit Hilfsgütern beladen, die in die ukrainische Solidaritätspartnerstadt Winnyzja gebracht werden. (Foto: Stadt Münster / Lotte Reiners)

Ein umfangreicher Hilfstransport aus Münster ist in dieser Woche in Richtung der ukrainischen Solidaritätspartnerstadt Winnyzja aufgebrochen. An Bord sind unter anderem 20 Pflegebetten, Reha-Geräte sowie Schulmöbel und Schulbücher.

Die medizinische Ausstattung hat nach Angaben der Stadt Münster einen Gesamtwert von rund 63.000 Euro und ist für drei Krankenhäuser in Winnyzja bestimmt. Die Geräte sollen in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, etwa bei der Behandlung von Müttern nach der Geburt, bei Kindern mit motorischen Einschränkungen sowie in der Rehabilitation von Verletzten. Zu den gelieferten Hilfsmitteln gehören Gehbarren, Übungstreppen und Rampen, die Patientinnen und Patienten dabei unterstützen sollen, unter therapeutischer Anleitung wieder sicher zu gehen sowie Gleichgewicht und Koordination zu trainieren.

Weiter Bedarf an Reha-Angeboten

Der stellvertretende Bürgermeister von Winnyzja, Vladyslav Skalskyy, verwies auf den gestiegenen Bedarf an Reha-Angeboten. Durch den Krieg „ist die Nachfrage nach modernen Rehabilitationsleistungen in Winnyzja – wie im gesamten Land – dramatisch gestiegen“, erläutert Skalskyy. „Sowohl verwundete Soldaten als auch vom Krieg betroffene Zivilisten benötigen eine hochwertige, moderne Rehabilitation.“ Winnyzja entwickle sich zu einem medizinischen Zentrum für militärische und zivile Versorgung. „Und wieder einmal reichen uns unsere Freunde in Münster eine helfende Hand“, so Skalskyy.

Organisiert wurde der Transport vom Büro Internationales der Stadt Münster, wie es in einer Medienmitteilung hieß. Finanziert und beschafft worden sei das Reha-Equipment im Rahmen des Projekts „Verbesserung des Bevölkerungsschutzes und Wiederaufbau in kommunalen Partnerschaften mit der Ukraine“. Das Projekt werde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert und von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit umgesetzt.

Medizinische Ausrüstung und Schulmöbel

Neben der medizinischen Ausrüstung werden auch Schulmöbel nach Winnyzja gebracht. Diese stammen aus einer Spende des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums und sollen dort insbesondere in den Schutzräumen von Schulen genutzt werden. Außerdem gehen neue Schulbücher in die Ukraine. Sie kommen aus dem Gymnasium Wolbeck, das nach Angaben der Stadt seit 2024 mit dem Technischen Lyceum Winnyzja in Kontakt steht.

 

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