Herzenswünsche ehrt stille Helden

Sie freuten sich mit den glücklichen Preisträgern: Bürgermeisterin Karin Reismann (li.), Schirmherrin Eva Luise Köhler (2.v.l.) und Herzenswünsche-Gründerin Wera Röttgering (re.). (Foto: Pressebild)
Sie freuten sich mit den glücklichen Preisträgern: Bürgermeisterin Karin Reismann (li.), Schirmherrin Eva Luise Köhler (2.v.l.) und Herzenswünsche-Gründerin Wera Röttgering (re.). (Foto: Pressebild)

Der Verein Herzenswünsche erfüllt seit 25 Jahren die Herzenswünsche von schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen und verlieh am Wochenende zum vierten Mal den „Herzenswünsche-Preis“. In verschiedenen Kategorien wurden Menschen geehrt, von denen schwer erkrankte Kinder und Jugendliche sagen: „Du bist mein Held!“

Es gibt sie, diese stillen Helden: Die Krankenschwester etwa, die mit ihrer ansteckend guten Laune die Schwermut vertreibt oder den Arzt, der immer Geduld und Zeit hat, um eine Diagnose oder die weiteren Therapieschritte verständlich zu erklären. Und natürlich auch die Mütter und Väter, die Mut machen – auch wenn sie sich hilflos fühlen.

„Wer schwer krank ist, braucht starke Menschen an seiner Seite. Menschen, die sich in besonderen Situationen als besonders erweisen. Sie werden zu persönlichen Helden des Erkrankten. Sie wollen wir ehren“, sagte Wera Röttgering, die Gründerin von Herzenswünsche. 300 geladene Gäste erlebten beim Festakt zur Preisverleihung im Rathaus einen bewegenden Abend – darunter auch Eva Luise Köhler, die Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten – sie hatte erneut die Schirmherrschaft übernommen.

Janne und Tom mussten nicht lange überlegen, wer ausgezeichnet werden soll: „Schwester Catharina soll den Preis bekommen. Sie ist einfach die Beste.“ Eine besondere Verbindung hat die 17-jährige Lea zu ihrer Krankenhausärztin Prof. Dr. Susanne Bechtold-Dalla Pozza: „Sie gibt mir immer wieder neuen Mut, nicht aufzugeben. Ich fühle mich von ihr immer verstanden und bin ihr dankbar für alles, was sie für mich getan hat und immer noch tut.“ Tim hat von seinem Vater Jochen 2014 eine Niere bekommen: „Mein Vater ist mein Held. Er hat mir sehr viel Kraft gegeben, obwohl es ihm nach der Transplantation viel schlechter ging als mir. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich jetzt mit guten Gedanken in die Zukunft schauen kann.“

Wera Röttgering betonte in ihrer Rede nachdrücklich die wichtige Rolle der Pflegenden und der Ärzte sowie die große Bedeutung von Familie und Freunden. „Für viele Ärzte und Pflegende ist der Beruf zur Berufung geworden. Sie nehmen die Herausforderung an, jeden Tag aufs Neue mit allen Kräften um die Gesundheit ihrer Patienten zu kämpfen. Für die Väter und Mütter ist diese Aufgabe noch sehr viel schwerer. Denn sie leiden unendlich mit ihren Kindern. Umso faszinierender ist es zu sehen, wie auch sie aus der bewundernswerten Haltung ihrer Söhne und Töchter, aus deren Zuversicht und Lebensfreude neue Kräfte schöpfen.“

Bei der Preisverleihung wurde auch das 25-jährige Jubiläum des Vereins gefeiert. „Seit einem Vierteljahrhundert ist der Verein für unzählige kranke Kinder und ihre Familien zu einem Leuchtturm in den Untiefen des Lebens geworden“, betonte Schirmherrin Eva Luise Köhler in ihrer Festrede.

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