Harald Deilmann – Lebendige Architektur Ausstellung im LWL-Landeshaus lädt zur Wiederentdeckung des Architekten ein

Der LWL lädt mit der Ausstellung "Harald Deilmann "Lebendige Architektur" zur Wiederentdeckung des Architekten aus Münster ein. (Foto: Wiechmann Aiette-Shagal)
Der LWL lädt mit der Ausstellung „Harald Deilmann – Lebendige Architektur“ zur Wiederentdeckung des Architekten aus Münster ein. (Foto: Wiechmann Aiette-Shagal)

Harald Deilmann (1920-2008) zählt zu den bedeutenden Architekten der Nachkriegsmoderne in Deutschland, heißt es in einer Pressemeldung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Zu seinem 100. Geburtstag entstand eine Werkschau, die nach ihrer Premiere im Baukunstarchiv NRW in Dortmund (2021) nun vom 27. April bis zum 2. Juni im LWL-Landeshaus in Münster zu sehen ist. Der LWL lädt in Kooperation mit Baukultur Nordrhein-Westfalen und dem Baukunstarchiv NRW zur Wiederentdeckung des umfangreichen architektonischen Werkes von Deilmann ein. Ab sofort sind auch Tickets für das Begleitprogramm erhältlich.

„Mit seinem 1955 in Münster gegründeten Büro schuf Deilmann Bauten für Münster und Westfalen und setzte zunehmend bundesweit und international Maßstäbe in allen anstehenden Bauaufgaben: im Wohnungsbau, Bürobau, Schulbau, Krankenhausbau, Kulturbau wie im Städtebau“, so Stefan Rethfeld, Kurator der Ausstellung. Orientiert an den kulturellen Entwicklungen in Europa, USA und Japan habe Deilmann den Versuch unternommen, seinen Entwürfen eine unverwechselbare Gestalt zu geben. Schon früh seien seine Bauten als „lebendige Architektur“ gewürdigt worden.

Zu den bekanntesten Bauwerken von Deilmann zählen das Stadttheater Münster (1956, mit M. von Hausen, O. Rave und W. Ruhnau), die WestLotto-Bauten in Münster (1960, 1978), das Clemens-Sels-Museum Neuss (1975); außerdem die Bauten der Westdeutschen Landesbank in Münster (1975), Dortmund (1978), Luxemburg (1978) und Düsseldorf (1982) sowie der Rheinturm in Düsseldorf (1982). „Seine Schulbauten in Dorsten und Lemgo sowie die John F. Kennedy-Schule in Berlin setzten in den 1960er Jahren neue Maßstäbe im Bildungsbau“, sagte Rethfeld. „Mit seinen Rathäusern in Gronau und Minden erprobte Harald Deilmann in den 1970er-Jahren urbane Nutzungskonzepte. Die Frage des Wohnens erforschte er grundlegend und entwarf neuartige Wohnformen.“ Deilmann war sowohl in der Praxis als Architekt und Stadtplaner wie auch in der Forschung als Hochschullehrer in Stuttgart und Dortmund tätig und engagierte sich als Preisrichter, Berater und Kunstförderer.

Die nach Bauaufgaben gegliederte Ausstellung thematisiert auch den heutigen Umgang mit seinem Werk. Einzelne Deilmann-Bauten stehen bereits unter Denkmalschutz, andere werden derzeit wiederentdeckt.

Ausstellungseröffnung und Begleitprogramm

Die Ausstellung ist vom 27. April bis 2. Juni, montags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr im LWL-Landeshaus in Münster zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung mit LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Peter Köddermann (Baukultur Nordrhein-Westfalen) und Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, am Dienstag (26.4.) um 19 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen. Der LWL bittet um Anmeldung unter http://www.lwl.org/deilmann. Unter gleicher Adresse sind auch weitere Informationen über das Begleitprogramm mit Führungen, Filmabend und Vorträgen zu finden.

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