Gemeinsam voneinander lernen Die Krankenhausträgergesellschaft Alexianer Misericordia, zu der Clemenshospital und Raphaelsklinik gehören, tritt der Gesundheitsregion EUREGIO bei

Sitzung des Beirates und Vorstands der Gesundheitsregion EUREGIO beim Neumitglied Alexianer Misericordia im Clemenshospital in Münster: Regionalgeschäftsführer Hartmut Hagmann, Vereinsvorsitzender Dr. Arno Schumacher, Prof. Dr. Hugo Van Aken, Geschäftsführer Thomas Nerlinger, UKM-Direktor Prof. Dr. Alex W. Friedrich und die Vorstandsmitglieder Abed Daka, Prof. Dr. Philipp von Landenberg, Thomas Weber und Dr. Christian Goebel. (v.l.n.r.; Foto: Michael Bührke)
Sitzung des Beirats und Vorstands der Gesundheitsregion EUREGIO beim Neumitglied Alexianer Misericordia im Clemenshospital: Regionalgeschäftsführer Hartmut Hagmann, Vereinsvorsitzender Dr. Arno Schumacher, Prof. Dr. Hugo Van Aken, Geschäftsführer Thomas Nerlinger, UKM-Direktor Prof. Dr. Alex W. Friedrich und die Vorstandsmitglieder Abed Daka, Prof. Dr. Philipp von Landenberg, Thomas Weber und Dr. Christian Goebel. (v.l.n.r.; Foto: Michael Bührke)

Die Krankenhausträgergesellschaft Alexianer Misericordia, zu der in Münster das Clemenshospital und die Raphaelsklinik gehören, ist der Vereinigung „Gesundheitsregion EUREGIO“ beigetreten. Die Organisation setzt sich gemeinsam mit den rund 180 Mitgliedern aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, den Niederlanden und darüber hinaus für eine grenzübergreifende Gesundheitsversorgung zur Stärkung der Gesundheitswirtschaft ein. Mitglieder sind unter anderem Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Therapeuten, Krankenhäuser, Banken, Unternehmer, Wirtschafts- und Marketingfachleute.

Thomas Nerlinger, Geschäftsführer und ReKo-Projektleiter in der Gesundheitsregion EUREGIO, erläuterte zu Sitzungsbeginn die Zielsetzung des Vereins: „Als Gestalter im Gesundheitswesen sorgen wir für eine regionale Vernetzung über Grenzen hinweg und koordinieren Kooperations- und Projektaktivitäten. Der Beitritt der Alexianer Misericordia und der heutige Austausch unter Beteiligung des UKM unterstreichen die Chancen zur Stärkung unserer grenzüberschreitenden Gesundheitsregion als Standort für exzellente medizinische Versorgung, innovative Forschung und Entwicklung intelligenter gesundheitswirtschaftlicher Dienstleistungen. Hierdurch leisten wir einen Beitrag zur Beschäftigungssicherung und schaffen Synergien und Strukturen zum Vorteil der Patientinnen und Patienten.“

Im Grußwort wurde der Vereinsvorsitzende Dr. Arno Schumacher konkret: „Wir wollen bei der regionalen Versorgung mitgestalten und halten eine bedarfsgerechte sektorenübergreifende Grund-, Schwerpunkt- und Maximalversorgung für erforderlich. Mit der Sitzungspremiere von Beirat und erweitertem Vorstand stehen folgende Fragen im Fokus: Wie kann die regionale Vernetzung unter Beteiligung des Universitätsklinikums Münster (UKM) und der ‚Alexianer‘ konkret aussehen? Was bedeutet das für die Kliniken, die ambulanten Versorger und weitere Leistungserbringer (z. B. Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Therapeuten) und deren Berufsgruppen?“

„Unsere beiden Länder verbinden leistungsfähige Gesundheitssysteme, die sich im Detail allerdings deutlich voneinander unterscheiden. Hier bietet die ‚Gesundheitsregion EUREGIO‘ die große Chance, gemeinsam voneinander zu lernen“, stellte der Regionalgeschäftsführer der Alexianer Misericordia, Hartmut Hagmann, fest. Auch Beiratsmitglied Prof. Dr. Alex W. Friedrich betonte die Vorteile einer grenzüberschreitenden Kooperation: „Krisen wie die Pandemie oder auch die Konsequenzen der Situation in der Ukraine verdeutlichen einmal mehr, dass die Gesundheitsversorgung ein wichtiger Teil der sicherheitsrelevanten Struktur unseres Landes ist. Hier kommt der internationalen Zusammenarbeit eine zentrale Rolle zu.“

Nadja Pecquet, Geschäftsführerin des Virtuellen Krankenhauses NRW gGmbH, betonte in ihrem Gastvortrag den Anspruch des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums als Gründer und Alleingesellschafter, hochspezialisierte fachmedizinische Expertise sektorenübergreifend, flächendeckend und niederschwellig verfügbar zu machen. „Unser Ziel ist es, elektronisch gestützte digitale Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern sowie sektorenübergreifend erstmals in eine regelhafte Struktur zu überführen“, so Pecquet und ergänzte: „Die Beteiligung des UKM und der Kliniken der Krankenhausträgergesellschaft Alexianer Misericordia als Mitglieder der Gesundheitsregion EUREGIO ist hierbei sehr bedeutsam. Wissen und besondere Erfahrungswerte werden auf diese Weise in die Fläche gebracht, ohne dass die Spezialistinnen und Spezialisten vor Ort sein oder Patientinnen und Patienten in einem weit entfernten Krankenhaus vorstellig werden müssen“.

Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerates, unterstrich im Zuge ihrer Vorstellung als neues Beiratsmitglied die gemeinsamen Chancen: „Die Möglichkeit, dass Pflege- und Gesundheitsberufe in Ihrem beruflichen Handlungsfeld selbständig agieren und Ihre Profession ausüben können, ist in Deutschland längst überfällig. Dazu gehört es z.B., dass Pflegefachpersonen z.B. in der ambulanten Versorgung selbstverantwortlich Pflegehilfsmittel verschreiben, Gesundheitskompetenz mit Hilfe von Aufklärung vermitteln und pflegediagnostische Maßnahmen durchführen können. Und zwar direkt und ohne weiteren Rückgriff auf ärztliche Kolleginnen und Kollegen. So sichern wir zügige, sichere und direkte Gesundheitsversorgung in den Regionen.“

Die „Gesundheitsregion EUREGIO“ umfasst diesseits und jenseits der Grenze ein Gebiet mit etwa 3,4 Millionen Menschen in rund 130 Kommunen. Die Aktivitäten des Vereins sollen den Informationsaustausch, den Wissenstransfer, die Vernetzung und das Image der Gesundheitsregion EUREGIO fördern, wie die Initiatoren feststellen.

Weitere Informationen findet ihr unter www.gesundheitsregion-euregio.eu und www.rekopflege.de

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