
Engel wachen, schützen und begleiten. Auch im Stadthaus 1. „Dieser Schutzengel erzählt eine besondere Geschichte“, weiß Immobiliendezernent Matthias Peck anlässlich der Rückkehr des „Himmelswesens“ an seinen angestammten Platz im Treppenturm.
Es ist fast 60 Jahre her, dass bei den Bauarbeiten für das Stadthaus ein Handwerker in die Tiefe stürzte – exakt an dieser Wendeltreppe. „Mit schier unfassbarem Glück. Der Mann landete unversehrt in einem Sandhaufen, der den Absturz glimpflich abfederte“, erinnert der Beigeordnete. Voller Dankbarkeit über diese Fügung, stiftete der Arbeiter den Schutzengel.
Für die Stadt ist es Ehrensache, das Bronze-Objekt wieder an seiner altvertrauten Stelle zu platzieren. Denn es ist zugleich Mahnung, dass Glück und Leid manchmal eng beieinander liegen: Wenige Jahre zuvor war ein junger Baggerfahrer bei den Bauarbeiten zu Tode gekommen.
Bildhauer Rudolf Breilmann schuf in seiner prägenden klaren Formensprache eine Bronzefigur, die mit ihren Händen einen Menschen vor dem Fall bewahrt. Seit den 1960er Jahren, als der Künstler das Stadthaus 1 ausgestaltete, bildet sie den Abschluss der Lampenspirale des Seiteneinganges. Sicher gelagert war sie während des Sanierungabschnittes im Magazin des Stadtarchivs. Dieser Engel ist nun zurück. Er wird auch in den kommenden Jahrzehnten durch das (Stadthaus)-Leben begleiten.
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