„Brems Dich! Schule hat begonnen“ Die Verkehrswacht Münster mahnt zur besonderen Aufmerksamkeit und Rücksicht gegenüber allen Schulkindern

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Sechsjährige Schulanfänger sind nicht in der Lage, Geschwindigkeit und Abstand eines Pkws einzuschätzen, weil sie 30 Prozent weniger als Erwachsene sehen und ihre Umgebung anders wahrnehmen. (Foto: Günter Havlena /pixelio.de)
Sechsjährige Schulanfänger sind nicht in der Lage, Geschwindigkeit und Abstand eines Pkws einzuschätzen, weil sie 30 Prozent weniger als Erwachsene sehen und ihre Umgebung anders wahrnehmen. (Foto: Günter Havlena / pixelio.de)

Am Dienstag enden bei uns die Sommerferien, zum Ende der Woche werden dann auch die Erstklässler eingeschult. Die Verkehrswacht Münster bittet daher mit der Aufforderung „Brems Dich! Schule hat begonnen“ zu Beginn des neuen Schuljahres alle Verkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit und Rücksicht gegenüber allen Schulkindern.

Zu diesem Zweck hat die Verkehrswacht im gesamten Stadtgebiet große gelbe Spannbänder angebracht, die die Autofahrerinnen und -fahrer daran erinnern sollen, in den ersten Wochen des Schulbeginns ganz besonders auf Kinder aufzupassen. Sie betont, dass ihr Appell für alle Straßen gilt, nicht nur vor den Schulen. Denn Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet, sie können als Fußgänger, Radfahrer oder Mitfahrer im Kraftfahrzeug verunglücken. Teilweise deshalb, weil sie selbst die Sicherheitsregeln nicht beachten, oftmals aber auch, weil Fahrzeugführer gegenüber Kindern nicht die gebotene und besonders geforderte Rücksicht nehmen.

Auf Münsters Straßen verunglückten im vergangenen Jahr 68 Kinder. Acht Kinder wurden dabei schwer und 60 leicht verletzt. Die Verkehrswacht weist darauf hin, dass sechsjährige Schulanfänger nicht in der Lage seien, die Geschwindigkeit und den Abstand eines Pkws einzuschätzen, weil sie 30 Prozent weniger als Erwachsene sehen, und weil sie ihre Umgebung anders wahrnehmen. „Schulanfänger sind meistens auch Verkehrsanfänger“, sagt der Vorsitzende der Verkehrswacht Münster, Michael Semrau. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Der Gedanke eines verkehrsgerechten Kindes ist und bleibt eine Illusion.“

Deshalb müssten Kinder die Möglichkeit erhalten, das richtige Handeln langsam zu erlernen. Da im Stadtgebiet ein Großteil der verletzten Kinder als Fußgänger oder Fahrradbenutzer verunglückten, legt die Verkehrswacht Münster ein großes Augenmerk auf die verhaltensbezogenen Präventionsmaßnahmen. Zu nennen sind hierbei beispielsweise Verkehrssicherheitstage in der Jugendverkehrsschule oder das Radfahrtraining für alle dritten Klassen auf den Schulhöfen.

Mehr Infos von der  Verkehrswacht Münster findet ihr unter https://verkehrswacht-muenster.de/

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