Gemeinsame Kampagne gegen Einsamkeit Bistum Münster und Caritas setzen gesellschaftlichen Zusammenhalt

Bischof Heiner Wilmer (li.) und Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz haben die Kampagne „Zusammen geht was!“ von Bistum Münster und Diözesancaritasverband vorgestellt. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann)
Bischof Heiner Wilmer (li.) und Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz haben die Kampagne „Zusammen geht was!“ von Bistum Münster und Diözesancaritasverband vorgestellt. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann)

Mit einer gemeinsamen Kampagne wollen das Bistum Münster und der Diözesancaritasverband Münster auf Einsamkeit aufmerksam machen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Die Kampagne steht unter dem Motto „Zusammen geht was!“ und wurde am Morgen vorgestellt.

Der Diözesancaritasverband will in den kommenden beiden Jahren sechs Modellprojekte gegen Einsamkeit mit insgesamt 240.000 Euro fördern. In Münster soll die Kampagne unter anderem beim NRW-Tag vom 28. bis 30. August sichtbar werden. Dann wollen Bistum und Caritas auf dem Überwasserkirchplatz mit einem Stand vertreten sein.

Die Kampagne soll bestehende Angebote sichtbarer machen und neue Begegnungsräume schaffen, wie Bistum Münster und Diözesancaritasverband Münster in einer Medienmitteilung erklären. Sie knüpft an die Demokratiekampagne „Lebe Freiheit!“ an. Deren buntes Herz bleibt auch im Logo der neuen Kampagne erhalten.

Kampagne knüpft an „Lebe Freiheit!“ an

„Füreinander da sein, miteinander sein, Verantwortung übernehmen – das ist es, was unsere Gesellschaft braucht und was sie zusammenhält“, sagte der Bischof von Münster, Dr. Heiner Wilmer, bei der Vorstellung der Kampagne. Kirche und Caritas seien dabei nicht zuerst Institutionen, sondern Orte der Begegnung. Sie schafften Räume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kämen und erfahren könnten, dass sie dazugehören.

Wilmer stellte die Kampagne zugleich in einen demokratischen Zusammenhang. Gute zwischenmenschliche Beziehungen seien die Grundlage für Vertrauen. „Vertrauen ist die Basis einer starken demokratischen Gesellschaft“, sagte der Bischof.

Projekte in Bottrop und Lüdinghausen

Der Diözesancaritasverband verweist im Zusammenhang mit der Kampagne auch auf die Folgen von Einsamkeit. Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz sagte bei der Vorstellung, jede sechste Person ab zehn Jahren fühle sich häufig einsam. Das seien mehr als zwölf Millionen Menschen in Deutschland. Studien zeigten zudem, dass Einsamkeit krank machen könne. Zugleich solle die Kampagne Betroffenen zeigen, dass Unterstützung möglich sei.

Unterstütze unsere Arbeit

Unser Lokaljournalismus ist dir mehr wert als nur ein Like? Jetzt spenden!

EUR
Du wirst zu PayPal weitergeleitet.

Als Beispiele für die geförderten Modellprojekte nennen Bistum und Caritas unter anderem „Gemeinsam fit im Kopf & im Gespräch“ des Caritasverbands Bottrop und der Pfarrei St. Johannes der Täufer. Das Projekt richtet sich besonders an ältere Menschen und verbindet Beratung, Gesprächsgruppen, Gedächtnistraining, Seelsorge und ehrenamtliches Engagement.

Auftritt beim NRW-Tag in Münster

Ein weiteres Beispiel ist „Zusammen geht mehr“ des Sozialdienstes katholischer Frauen Lüdinghausen. Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche, die von Einsamkeit oder sozialer Isolation betroffen oder bedroht sind. Mit Gruppenangeboten, Gefühlsarbeit, Kooperationsspielen und Elternworkshops sollen soziale Kompetenzen und das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt werden.

Bis Ende 2027 planen Caritas und Bistum weitere Aktionen, Veranstaltungen und Projekte. Ein größerer öffentlicher Auftritt ist beim NRW-Tag in Münster geplant, der unter dem Titel „Demokratie lebt. Vielfalt verbindet“ steht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert