Allwetterzoo versteigert limitierte Tickets Am ersten Tag der Wiederöffnung werden maximal 1000 Menschen den Zoo besuchen können / Ab sofort "Stille Auktion" für exklusiven Eintritt

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Die Zootiere, hier Tiger Nely, müssen sich nach dem Lockdown erst wieder an die Zoo-Besucher gewöhnen. (Foto: Allwetterzoo Münster)

Der Allwetterzoo Münster bereitet sich auf eine baldige Öffnung seiner Pforten für Besucher vor und plant dafür eine ganz besondere Aktion: Da am ersten Tag nach dem Lockdown maximal 1000 Besucher eine einmalige Atmosphäre im Zoo erleben können, werden die Tickets dafür versteigert.

Um in den Genuss eines der limitierten Tickets zu kommen, muss man im Vorfeld der Öffnung an einer stillen Auktion teilnehmen. Teilnehmer einer verdeckten Auktion, so wird eine stille Auktion auch genannt, geben ihre Gebote ab, ohne zu wissen, was das aktuellste Höchstgebot ist. Die Gebote werden nicht ausgerufen, sondern verdeckt abgegeben – in diesem Fall im Ticketshop des Allwetterzoos. Ab sofort kann dort jeder für seine exklusiven Tickets ein Gebot abgeben.

Dass der Allwetterzoo diesen besonderen Weg einschlägt, hat gleich mehrere Gründe. So könnte es theoretisch sein, das der erste Tag der Wiedereröffnung auf einen Samstag oder Sonntag fällt. Mit der kleineren Personenzahl hat das Team des Allwetterzoos bessere Möglichkeiten sein neues und optimiertes Hygienekonzept in der Praxis zu erproben. Ferner haben die Tiere des Allwetterzoos in den vergangenen vier Monaten fast nur die Tierpfleger, gelegentlich mal einen Handwerker gewittert, gehört oder gesehen. Damit sie besser wieder zurück zu ihrem alten Rhythmus finden, wird die Besucherzahl am ersten Tag der Wiedereröffnung künstlich „klein“ halten. So sollen sich die Schützlinge wieder an die Vielzahl von Gerüchen, Geräuschen und dem Gewusel auf den Wegen und vor den Gehegen gewöhnen – und das Team des Allwetterzoos Münster natürlich auch. Und eine weitere Hoffnung verbindet der Allwetterzoo mit dieser Aktion: „Nach vier Monaten ohne Einnahmen an den Kassen freuen wir uns über jeden zusätzlich verdienten Euro. Diese Auktion ist eine Einladung an alle, die uns unterstützen möchten – und wir können uns in einer ganz besonderen Form dafür bedanken“, erklärt Simone Schehka, die Zoodirektorin des Allwetterzoos.

Bei der "Stillen Auktion" gewinnen diejenigen, die für die 1000 Tickets jeweils die höchsten Gebote abgegeben haben. (Foto: Allwetterzoo Münster)
Bei der “Stillen Auktion” gewinnen diejenigen, die für die 1000 Tickets jeweils die höchsten Gebote abgegeben haben. (Foto: Allwetterzoo Münster)

Die Auktion endet um Punkt 12 Uhr, zwei Tage vor der noch nicht terminierten Wiedereröffnung des Allwetterzoos. Ist die Auktion geschlossen, werden umgehend die Gewinner ermittelt. Es gewinnen diejenigen die Auktion, die für die 1000 Tickets jeweils die höchsten Gebote abgegeben haben. Sollte es am Ende dazu kommen, dass mehre Personen den gleichen Preis für die gleiche Anzahl von Tickets geboten haben, entscheidet das Los. Ansonsten zählt der Höchstpreis für jedes einzelne Ticket, unabhängig von der Gesamtzahl an ersteigerten Tickets. Würde so zum Beispiel Person A für zwei Tickets insgesamt 150 Euro bieten und Person B für drei Tickets 180 Euro, dann bekommt am Ende Person A den Zuschlag. Das liegt daran, dass sie bereit ist, pro Ticket 75 Euro zu bezahlen. Person B hingegen hat mit 60 Euro pro Ticket weniger geboten.

Am ersten Tag nach dem Lockdown dürfen nur diejenigen in den Allwetterzoo, die eines der limitierten Tickets ersteigert haben. Das gilt auch für die Mitglieder des Zoovereins oder die Inhaber von Jahreskarten, deren Tickets mit der Wiedereröffnung automatisch um die Zeit des zweiten Lockdowns verlängert werden.

Nach dem ersten Lockdown in 2020 durften anfänglich nur 2700 Besucher gleichzeitig im Allwetterzoo sein. Die Tierhäuser waren in den ersten Wochen geschlossen. Wie die Regeln und Gebote für die zweite Wiedereröffnung aussehen, steht derzeit noch nicht fest. Das Team des Allwetterzoos bereitet sich aktuell aber auf alle eventuellen Auflagen und Hygienevorschriften vor. „Wir stehen in den Startlöchern und sind überzeugt, dass wir unseren Besuchern einen sicheren und erholsamen Aufenthalt bieten können“, fasst die Zoodirektorin die aktuellen Vorbereitungen zusammen.

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