Unfall im Alter: Ärzte- und Patientenveranstaltung im LWL-Museum

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Bei dem Patientensymposium können Interessierte das persönliche Sturzrisiko ermitteln und den Umgang mit Hilfsmitteln nach Brüchen oder auch einem Rollator erleben. (Foto: CC0)

Wenn ältere Menschen stürzen, dann sind die damit verbundenen Verletzungen und die Immobilität meist ein einschneidendes Erlebnis für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld.

Ursächlich für Stürze im Alter sind oft neurologisch-psychiatrische und kardiologische Erkrankungen sowie solche der Augen oder des gesamten Bewegungsapparates. Knochenbrüche nach Stürzen werden zusätzlich durch die weit verbreitete Osteoporose, also die im Alter abnehmende Knochendichte, begünstigt. Am bekanntesten ist dabei wohl der typische Oberschenkelhalsbruch, der in den meisten Fällen ein Zeichen für den mit dem Alter einhergehenden Knochenschwund ist. Bundesweit sind etwa sechs bis sieben Millionen Menschen von Osteoporose betroffen; die Ursache ist multifaktoriell, insbesondere bei Frauen nach der Menopause aber oft hormonell bedingt.

Um Interessierte und Betroffene aufzuklären, veranstaltet die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des UKM in Zusammenarbeit mit der Klinik Maria Frieden Telgte und dem Evangelischen Krankenhaus Johannisstift Münster ein Patientensymposium im LWL-Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte am Domplatz in Münster. „Dabei haben ältere wie jüngere Menschen die Möglichkeit, den Umgang mit Hilfsmitteln nach Brüchen oder auch einem Rollator hautnah ‚zu begreifen‘ und Spezialimplantate für die operative Therapie Osteoporose-bedingter Frakturen zu sehen“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Richard Stange, leitender Oberarzt und Alterstraumatologe.

Außerdem klären er und weitere Ärzte  an verschiedenen Stationen z.B. darüber auf, wie hoch das persönliche Sturz-Risiko ist oder wie man das eigene Heim sturzsicher machen kann: „Wir alle werden durchschnittlich immer älter. Osteoporose ist aber eine Erkrankung, mit der Ältere ein aktives Leben führen können – Aktivitäten einzuschränken wäre sogar eher kontraproduktiv. Wichtig ist vor allem Prävention“, weiß Stange. “Wir wollen mit der Veranstaltung ganz bewusst dazu beitragen, dass die Menschen über Risiken und Möglichkeiten informiert sind.“

Der Patientenveranstaltung geht eine Fortbildung für Ärzte voraus, die von der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifiziert ist.

Samstag, 28. Januar 2017
Fortbildung für Ärzte (9.00-13.05 Uhr)
Patientensymposium (14.00-16.00 Uhr)

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Auditorium
Domplatz 10
48143 Münster

Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten:
UKM Akademie GmbH
akademie@ukmuenster.de
www.ukm-akademie.de
Informationen zum Programm finden Sie hier.

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