25-Jähriger verstirbt nach Gewaltattacke CSD-Teilnehmer erliegt seinen schweren Verletzungen / Polizei bittet weiter um Hinweise

Das Opfer, das nach dem CSD Münster zusammengeschlagen wurde, ist tot. (Archivbild: Jasmin Reghat)
Das Opfer, das nach dem CSD Münster zusammengeschlagen wurde, ist tot. (Archivbild: Jasmin Reghat)

Wie die Polizei am Morgen mitteilte, ist der 25-Jährige, der am Samstagabend am Rande der Abschlusskundgebung des CSD Münster am Albersloher Weg niedergeschlagen und schwer verletzt wurde, am frühen Morgen seinen Verletzungen erlegen.

Der trans Mann war von einem Unbekannten angegriffen und zu Boden geschlagen worden. Der Täter hatte zuvor Teilnehmer des CSD beleidigt und bedroht, der 25-Jährige versuchte zu schlichten. Laut Polizei sollen die Schlichtungsbemühungen des jungen Mannes Auslöser für die Gewaltattacke gewesen sein. Er hatte nach gezielten Faustschlägen ins Gesicht zunächst das Bewusstsein verloren, war zu Boden gefallen und mit dem Hinterkopf auf den Asphalt geschlagen. Rettungskräfte brachten das Opfer ins UKM, hier wurde er wegen einer Hirnblutung notoperiert und lag seitdem im künstlichen Koma.

Die Polizei hatte am Montag eine Ermittlungskommission gebildet. Weitere Hinweise zur Ermittlung des Täters seien laut Polizeimeldung eingegangen, hätten bislang aber noch nicht zum Erfolg geführt. Gemeinsam mit einem Begleiter war der Unbekannte zu Fuß in Richtung Industriestraße geflüchtet. Zeugen beschrieben ihn als 1,70 bis 1,80 Meter großen 18 bis 20 Jahre alten Heranwachsenden mit schmächtiger Statur und einem Bart. Er sei mit einer Jeans mit breit ausgestellten Beinen, einem T-Shirt und einem Anglerhut bekleidet gewesen. Sein männlicher Begleiter soll gleich alt und mit einem weißen T-Shirt bekleidet gewesen sein. Die Polizei bittet um Hinweise zum Täter, seinem Begleiter, dem Tatverlauf oder zu den Tatumständen unter der Rufnummer 0251 / 275-0.

Am Freitag (02.09.22) ruft der Verein Trans-Inter-Münster e.V. um 18:00 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Rathaus gegen Gewalt an queeren Menschen auf.

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