Schwerstverletzter am Rande des CSD Polizei sucht männlichen Tatverdächtigen mit Anglerhut

Der CSD Münster endete mit der Abschlusskundgebung auf dem Hafenplatz - und für einen Teilnehmer schwerstverletzt im Krankenhaus. (Foto: Jasmin Reghat)
Der CSD Münster endete mit der Abschlusskundgebung auf dem Hafenplatz – und für einen Teilnehmer schwerstverletzt im Krankenhaus. (Foto: Jasmin Reghat)

Am Rande der Abschlussveranstaltung des CSD Münster wurde am Samstagabend ein 25-jähriger Mann am Albersloher Weg bei einem Angriff schwerst verletzt. Er hatte sich zuvor schützend vor mehrere Teilnehmerinnen gestellt, die von einem Unbekannten mit den Worten „Lesbische Hure“ und „Verpisst euch“ verbal attackiert wurden. Auch sei er nach Zeugenaussagen „in drohender Weise auf sie zugegangen“.

Wie die Polizei am Mittag mitteilte, sei der junge trans Mann gegen 20:10 Uhr von dem bislang noch unbekannten Täter unvermittelt ins Gesicht geschlagen worden, sodass er das Gleichgewicht verlor. Dann habe der Beschuldigte erneut zum Schlag ausgeholt und dem taumelnden Mann einen weiteren gezielten Faustschlag ins Gesicht versetzt. Daraufhin habe der Geschädigte das Bewusstsein verloren, sei zu Boden gefallen und mit dem Hinterkopf auf den Asphalt aufgeschlagen. Laut Polizeibericht war der Verletzte nicht mehr ansprechbar. Rettungskräfte brachten den schwerstverletzten Mann ins Krankenhaus.

Die Polizei Münster sucht nun nach dem Tatverdächtigen. Dieser sei fußläufig mit einem Begleiter in Richtung Siemensstraße geflüchtet. Zeugen beschrieben ihn als 1,70 bis 1,80 Meter großen 18 bis 20 Jahre alten Heranwachsenden mit schmächtiger Statur. Er war offenbar mit einer Jeans mit breit ausgestellten Beinen, einem T-Shirt und einem Anglerhut bekleidet. Sein Begleiter soll gleichen Alters, ebenfalls männlich und mit einem weißen T-Shirt bekleidet gewesen sein.

Hinweise zu dem Tatverdächtigen nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.

Ein Kommentar

  1. Ich bin tief entsetzt von diesem Hass auf den Menschen der kompromisslos solidarisch war und nun weil er alles richtig machte nicht mehr im hier und jetzt lebt. Ich wünsche allen die ihm nah waren und sind viel viel Kraft in diesen Tagen und weiterdarüberhinaus.

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