Vergabe der Unwetterhilfe-Spenden beginnt

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(Foto: Stadt Münster / Presseamt)
Maria und Johann Löwen erhalten eine Unterstützung aus dem Spendenfonds der Unwetterhilfe. (Foto: Stadt Münster / Presseamt)

Die erste Zusage einer Nothilfe aus den vier Spendenkonten für Unwetterhilfen in Münster ist erfolgt. Die Arbeitsgruppe aus Wohlfahrtsverbänden und Stadtverwaltung, die die Spendenvergabe koordiniert, hat einer Familie im Stadtteil Coerde eine Unterstützung zugesagt. Bei dem Ehepaar hat der Starkregen im Reiheneigenheim zu einem Wasserstand im Kellergeschoss von mehr als 1,5 Meter geführt und hohen Schaden verursacht. Die Familie kann den Schaden nicht aus eigener Kraft beheben. Sie erhält in einem ersten Schritt eine Abschlagszahlung von 5000 Euro, damit mit der Beseitigung der Schäden sofort begonnen werden kann.

Die Situation der Familie wird besonders dadurch erschwert, dass der Ehemann langfristig erkrankt und auf die Pflege seiner Frau angewiesen ist. Wegen dieser Erkrankung ist das Ehepaar auch gezwungen, das teilweise als Souterrainwohnung ausgebaute Kellerschoss für Wohnzwecke mit zu nutzen.

Auf den vier Spendenkonten für Unwetterhilfen in Münster sind bislang insgesamt 588.000 Euro eingegangen. Mit dem Geld werden Einzelpersonen und Gruppen unterstützt, die durch die üblichen Hilfen nicht erreicht werden und die keine Rechtsansprüche zum Beispiel gegenüber Versicherungen haben. Darauf hat sich eine Arbeitsgruppe aus Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, DRK, Paritätischem Wohlfahrtsverband und Stadt verständigt. Die Netzwerke der Sozialbüros, der Wohlfahrtsverbände und der städtischen Ämter recherchieren zurzeit Notfälle, die vom Rekord-Regen besonders hart getroffen worden sind.

Thomas Hölscher

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