Sonne satt für Prinz Paul I. und seine Narren

Prinz Paul I. voller Freunde am historischen Rathaus. (Foto: th)
Prinz Paul I. voller Freude am historischen Rathaus. (Foto: th)

Das hätte besser kaum laufen können, zum Endspurt der Session gab auch Petrus noch mal mächtig Gas. Strahlenden Sonnenschein bescherte er nicht nur bei der Schlüsselübergabe den Münsteranern, auch am Rosenmontag leitete er alle Wolken um. Das närrische Volk quittierte diese Wetterlage mit zahlreichem Erscheinen. Gut 100.000 Karnevalsbegeisterte, etwa 10.000 mehr als im vergangenen Jahr, säumten in diesem Jahr  die Straßen der Domstadt. Kostümhighlights in diesem Jahr waren definitiv Tierkostüme oder auch Filmhelden wie beispielsweise Minions. Klassiker wie Cowboy oder Indianer mischten sich aber auch darunter, so dass sie wohl kaum vom Aussterben bedroht sein werden.

Begeisterung über die Umstände herrschte auch auf dem Wagen der KG Pängelanton aus Gremmendorf. Sie stellten den Münsteraner Jecken ihren brandneuen Karnevalswagen vor, der komplett in Eigenleistung entstand und in dieser Session seine Premiere feierte. Wie soll es bei dem Vereinsnamen anders sein, wird das Wagenabteil von einer Dampflok gezogen. Alles Münster durfte den Elferrat auf seinem neuen Gefährt begleiten und auf Herz und Nieren testen.

Fast noch jungfräulich, der neue Wagen der KG Pängelanton vor dem ersten Einsatz in Münster (Foto: sg)
Fast noch jungfräulich, der neue Wagen der KG Pängelanton vor dem ersten Einsatz in Münster (Foto: sg)

Pünktlich um 12:11 wurde der närrische Lindwurm auf die knapp 4,5 Kilometer lange Reise geschickt, um tonnenweise Süßigkeiten, Blumen oder andere Kleinigkeiten unters Volk zu bringen. 116 Wagennummern gab es zu bestaunen, traditionell auch wieder viele bunte Wagen aus Losser. Bei den Wagen der Münsteraner Gesellschaften beschäftigte man sich hingegen mit vielen lokalen Themen, so zum Beispiel die Suche nach dem neuen Zoodirektor.

Die Polizei verzeichnete ein weitgehend ruhigen Zug, aber dennoch kam es in diesem Jahr vermehrt zu alkoholtypischen Vorkommnissen wie Schlägereien oder Sachbeschädigungen. Der Rettungsdienst hingegen konnte positiveres vermelden, „Im Vergleich zum letzten Jahr konnten wir einen Rückgang der Einsätze feststellen“, teilte DRK-Einsatzleiter Thomas Lüchtefeld mit, „In diesem Jahr wurden 152 Notfälle registriert, betroffen waren hiervon vorwiegend Jugendliche“.

Eine Fotostrecke gibt es natürlich auch, und zwar ist sie so groß, dass wir sie in Teil 1 und Teil 2 aufgesplittet haben.

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