
Vier überdimensionale Augen blicken seit Freitag vom Garten der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Münster (UKM) in alle Himmelsrichtungen. Mit der Skulptur „Sichtwechsel“ hat der Grevener Künstler Stefan Rosendahl eine neue Rauminstallation geschaffen, die im Park neben der Klinik aufgestellt wurde. Wie es in einer Mitteilung des UKM heißt, handelt es sich bereits um die dritte Kunstinstallation im Außenbereich der Klinik.
Die knapp zwei Meter hohe Arbeit ist in Form eines Tetraeders gestaltet. Rosendahl hat dafür monumentale Augenobjekte aus pigmentiertem Kunststoff in geometrischer Anordnung übereinandergestapelt. Die Blicke schweifen in verschiedene Richtungen und verknüpfen das Kunstwerk mit markanten Punkten der Umgebung – etwa den Bettentürmen des UKM, dem Schloss oder dem Aasee. Rosendahl erklärte, er arbeite gerne mit Wiederholungen und Spiegelungen, was auch in dieser Skulptur zum Ausdruck komme. Zudem habe er seine eigene grüne Iris in eines der Augenobjekte integriert. Der Aspekt des Selbstporträts sei Teil seines künstlerischen Schaffens.
Zur Enthüllung auf der Grünfläche hinter der Klinik kamen zahlreiche Gäste. Auch UKM-Vorstandschef Prof. Alex W. Friedrich, der Kaufmännische Direktor Dr. Christoph Hoppenheit sowie die Direktorin der Augenklinik, Prof. Nicole Eter, waren vor Ort. Eter betonte laut UKM-Mitteilung, man wolle nicht nur eine hochwertige medizinische Versorgung bieten, sondern auch Räume für Erholung und mentale Ablenkung schaffen. Das neue Kunstwerk trage dazu bei, indem es Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden einen Ort zur Entspannung eröffne. Mit den vier Augen, die nun über Campus und Stadt blicken, solle das Kunstwerk nicht nur für Aufmerksamkeit sorgen, sondern im besten Fall auch den ein oder anderen Perspektivwechsel anregen.
