Roachford gegen den Sonntagsblues im Hot Jazz Club

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Als ob er mit allen schon lange “per Du” ist, Andrew Roachford verzaubert den Hot Jazz Club. (Foto: th)

2 Abende hintereinander schaffte es der “Mike & The Mechanics”-Frontmann, den Jazzclub am Hafen bis zum bersten zu füllen. Grund genug für “Alles Münster”, am Sonntag einmal vorbeizuschauen und sich das Spektakel anzuschauen, ist Roachford doch kein kleiner Name.

Wer früh kam, konnte sich ganz exklusive Plätze vor der Bühne sichern. Vis-á-vis mit dem Künstler, das gibt es auch nicht alle Tage, dass man dem Sänger auf kürzester Distanz beim Auftritt in die Augen schauen kann und dabei gemütlich am Tisch sitzt. Die erste Reihe grenzte direkt an Roachfords Keyboard.

Sichtlich gut gelaunt ging Roachford zu Werke, ein fröhliches “Hallo Münster again” warf er zu Beginn in die Runde und griff auch im Laufe des Abends immer wieder auf die deutsche Sprache zurück. Besonders amüsant dabei ist für ihn das Wort “oder”, in seiner Welt wohl ein alles relativierendes Füllwort.

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Dem Künstler auf die Finger geschaut: wer früh kam, konnte dies von seinem Tisch aus tun. (Foto: th)

Musik gab es aber auch, locker und leicht servierte er dem Publikum Rock und Soul vom allerfeinsten und bediente sich dabei aus seinem großen Repertoire. Immer wieder mischte er seine Songs mit den Hits anderer Künstler, “We are Family” hieß es zum Beispiel mitten in einem seiner bekanntesten Hits “This Generation”. Die Kunst dabei ist wohl, es so klingen zu lassen, als wären diese Songs niemals getrennt gewesen, well done!

Die Bühne ist sein Zuhause, dies wurde an diesem Abend mehr als deutlich, ständig bezog er das Publikum in seine Show mit ein, sei es ein Flirt hier oder ein nettes Späßchen mit einem Zuschauer dort. Das kam an, die Stimmung war fantastisch, so war es auch nicht verwunderlich, dass es für einen Anwesenden noch ein Geburtstagsständchen gab.

Stimmlich brilliant, eins mit dem Publikum, besser konnte das Wochenende kaum ausklingen, der Sonntagsblues wurde von Roachford einfach weggesungen.

Stephan Günther
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