Proteste gegen Corona-Leugner „Ärzte für Aufklärung“ haben für Sonntag Autokorso angemeldet / Kundgebungen geplant

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Am Sonntag wollen erneut Corona-Leugner in Münster ihre Inhalte verbreiten. (Symbolbild: CC0)
Am Sonntag wollen erneut Corona-Leugner in Münster ihre Inhalte verbreiten. (Symbolbild: CC0)

Am Sonntag will erneut ein Autokorso verschwörungsideologischer Gruppen durch Münster fahren. Wie bereits vor gut drei Wochen wollen die „Ärzte für Aufklärung“ unter dem Motto „Autokorso für die Beendigung aller Corona Maßnahmen“ ihre Inhalte in Münster verbreiten. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ aus Münster ruft zu Protesten auf.

„Corona-leugnende Gruppen wie ‘Querdenken’ haben im letzten Jahr immer wieder bewiesen, wie gefährlich sie sind“, erklärt Bündnissprecher Carsten Peters. „Mit ihrem Mix aus Verschwörungserzählungen, die oftmals auf Antisemitismus basieren, der Ablehnung jeglicher faktenbasierter Argumentation und dem Hass auf vermeintliche ‘Eliten’ sind sie anschlussfähig für die extreme Rechte – und haben ganz offensichtlich kein Problem damit.“

Die Teilnahme führender AfD-Mitglieder aus dem Kreisverband Münster wertet das Bündnis als Beleg für die Offenheit der Korso-Organisatoren für die extreme Rechte: „Die AfD ist die Partei der Corona-Leugner – es ist also wenig überraschend, dass sie auch in Münster versucht, an diese Proteste anzudocken“, so Peters. Es sei bezeichnend, dass sie beim Autokorso uneingeschränkt willkommen und sogar organisatorisch eingebunden war. „Wir überlassen den Corona-Leugnern, ihren Lügen und ihren extrem rechten Freunden nicht das Herz der Stadt“, ergänzt Carsten Peters, „unsere Antwort auf die Corona-Pandemie sind nicht Verschwörungsideologien und Antisemitismus, sondern Solidarität. Das werden wir (…) abermals deutlich machen.“

Das Keinen-Meter-Bündnis will am Sonntag zwei Kundgebungen in der Innenstadt starten. Sie beginnen unter Wahrung des Infektionsschutzes mit einem eigens abgestimmten Hygienekonzept um 14:00 Uhr am Schlossplatz und um 15:00 Uhr am Servatiiplatz. Wer teilnehmen will, kommt bestenfalls mit dem Fahrrad und trägt unbedingt während der gesamten Versammlung eine medizinische oder FFP2-Maske.

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