OB-Kandidat Markus Lewe im Porträt

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(Foto: ek)
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Mit Leeze, Fahrradhelm und vor allem ganz gemütlich kommt Markus Lewe zu unserer Verabredung ins Max Planck-Institut. Es ist ein auf den ersten Blick ungewöhnlicher Ort für ein Interview über das Thema der anstehenden Wahlen.

„Münster ist mehr als nur Weihrauch und Pumpernickel”, erklärt Markus Lewe den Treffpunkt. „Die Stadt besteht aus zwei wichtigen Bestandteilen, zum einen Identität, das tiefe Verwurzeltsein, zum anderen Zukunft. Hier wird ein Stück Weltzukunft mitgestaltet, im Bereich der molekularen Zellforschung. Und es wird sichtbar, dass das, was hier erforscht wird, ‚Made in Münster’ ist.”

Stolz auf den Zusammenhalt

So passt der gewählte Ort der Begegnung dann doch irgendwie zu Lewe, nach vorne gerichtet, offen und eben nicht verknöchert konservativ. Es wirkt nicht aufgesetzt, wenn Lewe erzählt, er ist immer voll fokussiert auf „seine Stadt” ist. Er lebt sein Amt und führt dieses nicht nur aus. Mit Stolz blickt er zurück auf den Zusammenhalt während der Unwetterkatastrophe im letzten Jahr und berichtet, wie der Abend und die darauf folgenden Tage für ihn abgelaufen sind. Dabei verliert er nie aus den Augen, dass es die Hilfsbereitschaft der Bürger war, welche den Löwenanteil an der Bewältigung dieser Katastrophe trugen.

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Der Weg in die Politik führte Markus Lewe früh über sein Interesse für Politik schließlich zu seinem jetzigen Amt, welches doch anders ist, als er vermutet hätte: „Ich hätte nie gedacht, dass es so ein vielfältiger Job ist, mit so unglaublich vielen Facetten. Es ist noch viel spannender, als ich erwartet hätte“, schwärmt er schon fast.

Voller Terminkalender

Auf die Frage nach Routine grinst er schelmisch und zückt mehrere zusammengefaltete Blätter aus der Sakkotasche, sein „iPap”, wie er es nennt. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein tabellarischer Ausdruck all seiner Termine. Nun folgt eine gut 10-minütige Lesung aus seinem Kalender, als wolle er einen Tätigkeitsnachweis abgeben.

Wahlkampf ist kein Spaziergang und für den amtierenden Oberbürgermeister noch eine zusätzliche Aufgabe. Aber: „Wahlkampf heißt ja nicht Wahl-Wellness, in dem Wort steckt ja auch ‚Kampf’. Der Wahlkampf ist in gewisser Weise ein Check, ob man als Persönlichkeit in der Lage ist, Stresszeiten zu überstehen“, gibt er souverän zu Protokoll. Berufliches und Privates mischt sich in seinem Job gerne einmal. „Es bedarf einer strikten Disziplin und Organisation des Alltags, um den Überblick zu behalten”, erfuhr Lewe in der Vergangenheit.

Freizeit muss geplant werden

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„Dazu gehört auch das Einplanen privater Zeit. Ich bin ja keine Polit-Maschine, sondern auch ein Mensch und ich brauche Erholung, Familie und Freunde. Am besten klappt das in den Ferien.“ Die Familie kommt dennoch nicht zu kurz und so genießt der Oberbürgermeister seine freie Zeit gerne bei einem ausgiebigen und selbst gekochten Essen mit seiner Frau.

Sein perfekter Tag: „Ein Wandertag in den Bergen, mit Brot, Käse und einem guten Wein im Rucksack.“ Auch Aasee und die Werse mit den ansässigen Biergärten locken Markus Lewe in seiner Freizeit. Bei schlechtem Wetter ist James Bond als Agent 007 ebenfalls ein gern genommener Zeitvertreib. Aggressivität und laute Töne sind nicht Lewes Ding, er legt Wert auf ein faires Mit-, aber auch ein faires Gegeneinander.

Wahlkampf und Fairness

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Bereits vor Beginn des Wahlkampfes gab es ein Treffen mit dem „Mitbewerbern“, erzählt er. „Als klar war, wer es wird, zumindest von der SPD und den Grünen, habe ich mich mit beiden getroffen, um einige Grundsätze zu besprechen und die eigene Sicht darzulegen. Ein fairer Wahlkampf ist in Münster eine gute Tradition und darauf bin ich stolz.”

Unfairness und Schläge unterhalb der Gürtellinie entsprechen nicht Lewes Weltbild und wären in seinen Augen ein Verrat an der Wählerschaft. Eine glaubwürdige Aussage, denn Markus Lewe ist immer auf eine korrekte Wortwahl bedacht, wirkt kontrolliert und umsichtig.

Stephan Günther
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