Neue Heimat Hoppengarten? Seit März sucht die Kita "Regenbogenkinder" nach neuen Räumlichkeiten. Jatzt hat die Stadt ein attraktives Angebot

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Das ehemalige Heerde-Kolleg am Hoppengarten beherbergt mehrere Ateliers (Foto: Bührke)
Das ehemalige Heerde-Kolleg am Hoppengarten beherbergt mehrere Ateliers (Foto: Bührke)

Ob es am Ende die fantasievollen Aktionen der Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Erzieher waren, oder die große Medienresonanz, die der Rauswurf der Kita Regenbogenkinder aus ihren aktuellen Räumen an der Kolpingstraße hervorgerufen hat, ist wohl schwer zu sagen. Jetzt scheint sich jedenfalls eine Lösung abzuzeichnen, lediglich der Rat muss am 9. Dezember noch zustimmen.

Zunächst als Übergangslösung, auf mittlere Sicht aber wohl als Dauerunterkunft ist von der Stadt das Gelände des ehemaligen Heerde-Kollegs am Hoppengarten in Aussicht gestellt worden. Wie während eines Gesprächs zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und einer Abordnung der Kita Regebogenkinder verkündet wurde, soll ein dort aufgestellter Container, der ursprünglich für die Kita Heidestraße vorgesehen war, den Kindern als Unterkunft dienen, bis der Kita-Neubau fertig ist. Für die Zeit, bis der Container bezugsfertig ist, muss eventuell noch eine Zwischenlösung gefunden werden, bei der die Stadt ihre Unterstützung zugesagt hat.

Nicht nur der Spielplatz macht das Gelände zum idealen Standort für eine Kita (Foto: Bührke)
Nicht nur der Spielplatz macht das Gelände zum idealen Standort für eine Kita (Foto: Bührke)

Mit dem aktuell auf dem Tisch liegenden Lösungsvorschlag geht eine achtmonatige Suche nach neuen Räumlichkeiten zu Ende. „Das ist eine sehr gute Nachricht für die Kinder und Eltern der Kita Regenbogenkinder!“, freut sich Bürgermeisterin Maria Winkel laut einer Pressemitteilung der SPD Ratsfraktion über den geplanten Umzug der Kita zum Hoppengarten.

Das ehemalige Heerde-Kolleg hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Erbaut nach Plänen des münsterschen Architekten Harald Deilmann, der so markante Gebäude wie das Theater Münster oder das LBS-Gebäude am Aasee entworfen hat, wurde der Komplex von 1965 bis Ende der 1970er Jahre als katholisches Kolleg genutzt. Danach dienten die Räumlichkeiten als Übergangswohnheim für Flüchtlinge. Heute befindet sich das Gebäude im Besitz der Wohn & Stadtbau und bietet Probenräume für das Theater Pumpenhaus, Büros anderer Theatergruppen sowie Wohnungen für Tourneegäste. Weitere Räume werden von Künstlern als Ateliers genutzt. Auf diese zukünftigen Nachbarn freut sich Ulrike Häupl ganz besonders: „Das ist ein Traumgelände für eine Kita! Gerade die Kombination mit den Künstlern finde ich gut.“ Bleibt zu hoffen, dass der Rat der Stadt Münster am 9. Dezember den Plänen zustimmt, damit für die Eltern, Kinder und das Team der Kita die nervenaufreibende Suche nach neuen Räumlichkeiten ein Ende hat.

Fotos: Bührke

Michael Bührke

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