Münster macht mit beim „Wattbewerb“ Energiewende vorantreiben, Photovoltaik-Leistung verdoppeln: Die Stadt greift eine Aufforderung aus Münsters Klima- und Umweltszene auf

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Umweltdezernent Matthias Peck und Ramona Leusch (Koordinierungsstelle für Klima und Energie) stellen die Städte-Challenge „Wattbewerb“ vor. (Foto: Stadt Münster/ Michael C. Möller)
Umweltdezernent Matthias Peck und Ramona Leusch (Koordinierungsstelle für Klima und Energie) stellen die Städte-Challenge „Wattbewerb“ vor. (Foto: Stadt Münster/ Michael C. Möller)

Im Januar hatten 13 Initiativen aus Münsters Klima- und Umweltszene die Stadt Münster aufgefordert, sich am Städte-Challenge „Wattbewerb“ zu beteiligen (wir berichteten). Damit soll die Photovoltaikleistung massiv ausgebaut werden, damit Münster sein vom Stadtrat erklärtes Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, wirklich erreichen kann. Nun hat die Stadt die Herausforderung angenommen und beteiligt sich an diesem bundesweiten Wettbewerb.

Mit dem „Wattbewerb“ soll der Ausbau der Photovoltaik (PV) unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft beschleunigt und so ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Gewinnen wird die Stadt, die den größten Zubau der PV-Leistung pro Einwohner erreicht. Umweltdezernent Matthias Peck begrüßt die kreative Idee: „Der Photovoltaik-Ausbau ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität, die Münster bis zum Jahr 2030 anstrebt. Mit der Teilnahme am ‚Wattbewerb‘ möchten wir Bürgerinnen und Bürger ermutigen, aktiv zur lokalen Energiewende beizutragen.“ Auch die Stadt selbst macht mit und will den Photovoltaik-Ausbau auf den eigenen Dachflächen konsequent vorantreiben.

Der Wettbewerb endet, wenn die erste Großstadt ihre installierte PV-Leistung verdoppelt hat. Alle Anlagen zählen: Neben Dachanlagen gehen auch überbaute Parkplätze, Balkonmodule und Freiflächenanlagen in die Wertung mit ein. Münster hat großes Potenzial: „Nur etwa auf jedem 20. geeigneten Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert“, weiß Peck und verweist auf die Vorteile einer eigenen Anlage: „Die Nutzung des klimafreundlichen Solarstroms ist mittlerweile wirtschaftlich attraktiv. Zudem unterstützt die Stadt auf dem Weg hin zur privaten Solarstromanlage.“

Unterstützung wird auf vielen Wegen angeboten: Das Solarkataster etwa gibt Hauseigentümern und Hauseigentümerinnen unkompliziert eine erste Einschätzung, ob das eigene Dach für eine Solaranlage geeignet ist. Regelmäßig werden Online-Vorträge zum Thema angeboten und – sobald die Pandemielage es wieder zulässt – Vor-Ort-Besichtigungen von PV-Anlagen. Zudem besteht jederzeit ein breites Beratungsangebot unter anderem über Fördermöglichkeiten. Weitere Informationen zu den Angeboten der städtischen Koordinierungsstelle für Klima und Energie gibt es unter www.klima.muenster.de.

Der Wettbewerb wurde von der Initiative Fossil Free Karlsruhe mit Unterstützung verschiedener „for Future“-Gruppen ins Leben gerufen. Auf der „Wattbewerb“-Website wird laufend über den aktuellen Stand des Wettbewerbs informiert. Ein Wettbewerb, bei dem Stadtklima, Bürgerinnen und Bürger und die lokale Wirtschaft nur gewinnen können.

Ein Kommentar

  1. Diese Initiative in Richtung Energiewende würde ich als Münsteraner gerne unterstützen, aber leider hat die Stadt Münster in mehreren Wohngebieten jegliche Solarstromanlagen per Satzung untersagt.
    Unsere Siedlung DARF also KEINEN Solarstrom erzeugen.
    Also liebe Stadt wann wandelt Ihr so etwas um und macht nicht nur bei Medienwirksamen Wettbewerben mit?

    Solange in der Stadt solche Entscheider sitzen kann ich nur Weinen.

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