More Moore – Henry Moore. Impuls für Europa

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Bei der offiziellen Eröffnung der Henry Moore-Ausstellung im LWL-Museum drängten sich viele Besucher um die besten Plätze. (Foto: cb)

Über die Moore Ausstellung wurde bereits viel in der lokalen, aber auch der überregionalen Presse, berichtet. Denn das Werk eines Künstlers von Weltrang, der die Moderne prägte, ist nach 40 Jahren mit einer umfassenden Schau in Münster zu bewundern. Entsprechend groß war der Andrang bei der offiziellen Eröffnung im LWL-Museum für Kunst und Kultur, bei der sich die Besucher auf den Aufgängen verteilten, um noch einen Platz zu bekommen.

Stilgerecht wurde die Eröffnung vom Mendelssohn-Quintett begleitet, welches mit Brittens Divertimenti unwillkürlich den Skulpturen eine  harmonisch-musikalische Gestalt verpasste:  Linien, die durchbrochen werden, Erwartetes, das sich überraschend weiterentwickelte, Flächen, Räume und Perspektiven, die sich erst durch die Bewegung erschlossen und sich anders entwickelten, als man es erwartete, immer zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Was gibt es zu sehen? 120 Arbeiten  (Plastiken, Skulpturen, Papierarbeiten) von Moore und 16 weiteren Künstlern sind in ihrem Verhältnis zueinander angeordnet, so dass man ebenfalls einen Eindruck von Joseph Beuys, Markus Lüpertz, Hans Arp, Alberto Giacometti, Barbara Hepworth und Pablo Picasso (um nur einige wenige zu nennen) erhält.

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Die Eröffnung wurde vom Mendelssohn-Quintett begleitet. (Foto: cb)

Aber selbst die Weltpolitik war an diesem Abend Teil der Eröffnung und alle Anwesenden sprachen nicht nur ihren Dank dafür aus, dass dieses große Projekt realisiert werden konnte, sondern betonten auch, dass nur durch die internationale Kooperation – in diesem Falle mit der Tate in London – derartige Ideen realisiert werden könnten.  Alle drückten dabei ihre Hoffnung aus, dass trotz Brexit und anderer weltpolitischer Ereignisse diese Formen des kulturellen Austausches weiterhin möglich seien.

Ein schöner Abend, eine spannende Ausstellung, bei der es sicher nicht leicht sein wird, „ruhige“ Tage zu erwischen.… Wer einfach etwas Moore sehen möchte: Vor und hinter dem LWL-Museum wird man von seinen Skulpturen bereits empfangen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. März 2017 zu sehen.
Am zweiten Freitag im Monat ist der Eintritt frei und das Museum hat bis um 22 Uhr geöffnet.
Mehr Informationen gibt es unter: www.lwl.org/LWL/Kultur/museumkunstkultur/ausstellungen/henry-moore/ausstellung

Kerstin Kiehl

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