Mehr Platz für die Batteriefabrik Wirtschaftsministerium erwirbt weitere 17.000 Quadratmeter für den Aufbau der Forschungsfertigung Batteriezelle in Amelsbüren

Auf der Fläche rechts soll die FFB entstehen. (Foto: Bührke)
Auf der Fläche rechts soll die FFB entstehen. (Foto: Bührke)

Vor gerade einmal zwei Wochen wurde der Termin für den Spatenstich zum Bau der Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) bei Amelsbüren bekanntgegeben, da kommt vom NRW-Wirtschaftsministerium bereits die Nachricht, dass das Land weitere 17.000 Quadratmeter von der Wirtschaftsförderung Münster (WFM) zur Umsetzung des Projektes erworben hat.

Der Geschäftsführer der NRW.URBAN, Ludger Kloidt und WFM-Geschäftsführer Enno Fuchs unterzeichneten in Anwesenheit von NRW-Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann den Grundstückskaufvertrag. Dammermann sieht in dem Kauf eine klare Stärkung des Wirtschaftsstandorts NRW mit internationaler Strahlkraft: „Wir haben mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Münster, NRW.URBAN und Depenbrock Systembau Partner gefunden, die das Zukunftsprojekt Forschungsfertigung Batteriezelle mit außerordentlichem Engagement vorantreiben. Die Forschungsfertigung ist ein Angebot an Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland und Europa. Schon jetzt ist ein deutliches internationales Interesse zu verzeichnen, beispielsweise in Singapur, den Vereinigten Staaten, der Republik Korea oder Frankreich.“ Auch Fuchs sieht durch den Bau der Batterieforschungsfabrik Vorteile für die Region: „Die Fraunhofer FFB ist ein nationales Einhorn, mit dem wir regionalen Unternehmen, internationalen Technologieführern und Startup-Unternehmen ein attraktives Umfeld in Stadt und Region bieten können.“

Ab April sollen hier die Bagger rollen. (Foto: Bührke)
Ab April sollen hier die Bagger rollen. (Foto: Bührke)

Ziel der FFB ist es laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, eine von Anbietern aus Fernost zunehmend unabhängige, ökologische Batteriezellproduktion in Deutschland und Europa aufzubauen. Bereits jetzt sind mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit ihren Partnern der WWU Münster, der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich mit dem Aufbau der FFB in Münster befasst.

Während die Vorbereitungen für den ersten Bauabschnitt aktuell auf Hochtouren laufen, entwickelt die Landesentwicklungsgesellschaft NRW.URBAN parallel in unmittelbarer Nachbarschaft bis 2025 den zweiten Bauabschnitt für die industrienahe Produktionsforschung mit Anlagentechnik im großindustriellen Maßstab. Der Aufbau der FFB wird durch das Land mit bis zu 180 Millionen Euro gefördert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt bis zum Jahr 2026 insgesamt bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung.

Hintergrundinformationen zur Forschungsfertigung Batteriezelle:

  • Februar 2021: Vorstellung des VR-Modells („Digitaler Zwilling“)
  • Herbst 2021: Regelbetrieb FFB Workspace
  • Frühjahr 2022: Baubeginn
  • 4. Quartal 2022: Bereitstellung des 1. Bauabschnitts im Hansa-Business-Park Münster und Beginn des Forschungsbetriebs am endgültigen Standort. Parallel laufen Planung und Bau des 2. Bauabschnitts.
  • 2023/2024: Teilbereitstellung der Produktionsflächen des 2. Bauabschnitts.
  • 2024: Bereitstellung des Institutsgebäudes für den 2. Bauabschnitt.
  • 2025: Bereitstellung des Gesamtprojekts 2. Bauabschnitt.
  • Mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden sich dann mit Produkten und Produktionsverfahren rund um die Batteriezelle beschäftigen.
  • Gesamtfläche der FFB: mehr als 55.000 m²

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