Last-Minute-Wahlkampf: Frauke Petry erneut in Münster

Mit lautstarken und zahlreichen Protesten wird die AfD, wie hier im Februar auf dem Prinzipalmarkt, wieder rechnen müssen. (Foto: wf/weber)
Mit lautstarken und zahlreichen Protesten wird die AfD und Frauke Petry, wie hier im Februar auf dem Prinzipalmarkt, wieder rechnen müssen. (Foto: wf/Weber)

Starker Gegenwind und tausende AfD-Gegner halten die Parteivorsitzende Frauke Petry offenbar nicht davon ab, erneut in Münster Wahlkampf zu betreiben. Auf den letzten Drücker wird sie am kommenden Samstag zusammen mit ihrem Mann und Spitzenkandidaten für NRW in der Aula des Freiherr-von-Stein-Gymnasiums um Wählerstimmen werben. Einlass zur Veranstaltung erfolgt nur nach vorheriger Anmeldung über die Website der Partei und mit einer personalisierten Eintrittskarte.

Wie auch beim Neujahrsempfang wird es wohl wieder einen breiten Protest der Münster Bevölkerung geben, die bereits im Februar ein deutliches Zeichen gegen Rechtspopulismus und für ein tolerantes Miteinander setzte. Rund 8000 Menschen stellten sich dort friedlich in Münsters guter Stube der AfD entgegen und protestierten (wir berichteten). Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ reagierte auch heute schnell und meldete eine Gegendemonstration an.

„Zur AfD-Veranstaltung am 13.5. ist heute Nachmittag eine Gegenkundgebung durch das Bündnis Keinen Meter den Nazis für Samstag, den 13.5. um 14 Uhr in Gievenbeck in unmittelbarer Nähe zum Tagungsort angemeldet worden“, erklärte Bündnissprecher Carsten Peters per Mail und fügte hinzu: „Es geht erneut darum, ein Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und soziale Ausgrenzung zu setzen, zumal es am 13.5. am Tag vor der Landtagswahl auch darum gehen wird, ein Zeichen für eine inklusive Gesellschaft zu setzen und gegen die elitäre und reaktionäre Bildungspolitik der AfD“.

5 Kommentare

  1. Am 13. Mai werden wir wieder sehen können, wer es in Münster mit Dialog, Zuhören, freiem Diskurs und Meinungsfreiheit ernst meint.
    Gleichzeitig werden wir wieder erleben, wie frei und respektvoll man mit Andersdenkenden und deren Versammlungsfreiheit umgeht.
    Ich werde mein blaues Sakko anziehen und die AfD-Anstecknadel am Revers tragen, wenn ich zur Versammlung gehe.
    In einer weltoffenen Stadt wie Münster dürfe das doch kein Problem sein?

    1. Münster ist so weltoffen, dass es auch völlig ok wäre wenn Du einfach mit Bodypainting das Logo der AFD auf den Körper malen lässt. Jeder so wie er mag. Und solange von Seiten der charmanten Frau Petry keine rechten Aussagen kommen, bleibt Münster auch tolerant und weltoffen. Denn rechtes Gedankengut (und ich nehme an, dass wir beide da ja konform gehen) hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.

  2. Ich hoffe das die Demonstration friedlich verläüft(keine körperlichen Angriffe,aber laute Tröten usw)Denn wir sind anders u.gegen Gewalt!

  3. Frau Petry kommt nicht am Freitag, sondern am Samstag in die Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. Im Artikel ist ein falscher Tag genannt.
    Es ist unmöglich, dass diese Veranstaltung in der Aula der Schule stattfindet. Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist eine Schule Inklusionsschule und ausgezeichnet als „Schule gegen Rassismus“. Die Wahlabschlussveranstaltung ist von der Schulgemeinde nicht gewollt. Es ist eine Schande, dass auf dem Flyer des Veranstalters die Schule im Bild mit Namenszug übergroß abgebildet ist.

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