Lacrosse – Die Münster Mohawks Pandemie und Personalsorgen

Beim Lacrosse geht es zur Sache. (Foto: Patrick Gawlik)

Hand aufs Herz, wer kennt Lacrosse oder hat schon einmal von dieser US-Sporart gehört? Auch, dass es in Münster schon seit 2005 gespielt wird, dürfte den meisten entgangen zu sein. Zeit genug, einmal kurz einen Blick auf den Sport und die Münster Mohawks zu werfen. So heißt nämlich der Verein, der sowohl mit Damen- als auch Herrenmannschaften in den Bundesligen spielt.

Der Ursprung von Lacrosse ist bei den nordamerikanischen Ureinwohnern zu finden, auf den Gebieten des heutigen Kanada und der Vereinigten Staaten. Sie nannten es Baggataway oder auch Tewaraathon („kleiner Bruder des Krieges“) und weihten es dem Kriegsgott. Nicht selten endeten diese Spiele, die zur Vorbereitung auf Kriege mit anderen Stämmen gespielt wurden, tödlich. Die Spiele wurden zum Teil mit mehr als 100 Spielern ausgetragen, und als Tor diente oft ein Stein oder ein Baum. Erstmals erwähnt wurde das Spiel 1634 von dem französischen Jesuitenmissionar Jean de Brébeuf in Ontario, den die Schläger an einen Bischofsstab erinnerten und der dem Spiel deshalb den Namen La Crosse gab, das französische Wort für Bischofsstab.
Durchsetzungsvermögen ist von Vorteil. (Foto: Patrick Gawlik)

Beim Lacrosse versuchen zwei Mannschaften mit jeweils 10 Spielern einen faustgroßen Hartgummiball ins gegnerische Tor zu befördern. Die Mannschaft, die nach Ablauf der Spielzeit die meisten Tore erzielt hat, gewinnt das Spiel. Dazu benutzen die Spieler einen ca. 1m langen Schläger mit einem Netz am oberen Ende. Der Schläger wird benutzt, um den Ball aufzunehmen, seinen Mitspielern zu passen und um aufs Tor zu schießen. Das Herren-Lacrosse unterscheidet sich vom Damen-Lacrosse durch andere Regeln, die mehr Körperkontakt erlauben. Deshalb tragen die Herren eine Schutzausrüstung mit Helm und Brustschutz und dicken Handschuhen. Beim Damen-Lacrosse sorgt das Reglement dafür, dass der Kontakt reduziert wird. Eine Schutzausrüstung ist somit nicht notwendig. Die Torhüter haben bei beiden eine Schutzausrüstung und die Schläger haben ein wesentlich größeres Netz, um die Bälle besser fangen zu können.

Den Mohawks in Münster hat die Pandemie in den letzten Jahren ziemlich zugesetzt. „Den knapp zwei Jahren Covid muss auch unser Verein Tribut zollen. Viele Spieltage und Trainingseinheiten sind in den letzten Jahren ausgefallen und auch das Vereinsleben neben dem Spielfeld mussten wir durch die Sicherheitsmaßnahmen einschränken. Das was unsere Sparte so besonders macht und für Spieler:innen abseits des wunderbaren, einzigartigen Sportes attraktiv macht, war lange Zeit nicht möglich“, schreibt uns Susanna, die Pressesprecherin des Vereins. Sie gibt sich aber optimistisch, so sollen in diesem Jahr die B-Teams der Damen und Herren neu aufgebaut werden.
Voller Körpereinsatz beim Lacrosse. (Foto: Patrick Gawlik)

Ein perfekter Einstiegszeitpunkt also für alle, die schon mal an Lacrosse statt Fußball oder Football gedacht haben, oder für diejenigen, die ein neues Terrain erkunden möchten. Der große Vorteil hierbei ist nämlich, dass man auf einem gemeinsamen Niveau startet, keine Hemmungen haben muss und zusammen wächst. Mit einer Recruitingwoche sollen möglichst viele Personen erreicht werden. Fehlende Medienpräsenz oder große internationale Event machen dies jedoch schwer.

Interesse geweckt? Am 28.03.2022 findet auf dem Sportpark Sentruper Höhe ein offenes Probetraining statt. Die Jugend schnuppert von 17:30 bis 19 Uhr und die Erwachsenen von 19 bis 21 Uhr. Alle Infos gibt es natürlich auf der Homepage der Mohawks!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.