Kita Süd vor großen Herausforderungen Flohmarkt und Septembersause zugunsten der Kita im Skaters Palace am Sonntag ab 14 Uhr

Die Erzieheri*innen der Kita Süd: Nora Schmidt und Marc Becker sowie Cornelia Hansen als Vorstandsvorsitzende. (v. l. n. r) (Foto: Pressefoto)

Die Kita Süd ist eine Elterninitiative, die derzeit knapp über 30 Kinder von 4 Monaten bis zur Einschulung betreut und die bereits seit über 36 Jahren im Südviertel beheimatet ist – durchgehend organisiert als Elterninitiative. Nachdem die Kita zunächst in der Friedrich-Ebert-Straße ihre Adresse hatte, befinden sich die Räumlichkeiten seit 2004 an der Hammer Straße 142-144.

So der Status Quo. Doch der Mietvertrag läuft aus und eine Chance auf eine Verlängerung gibt es nicht, laut Vermieterseite aus wirtschaftlichen Gründen. Neue Räumlichkeiten mussten her, die Initiative bewarb sich erfolgreich beim Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster als Mieter in einem Kita-Neubau. Damit wird es voraussichtlich Ende 2023 oder auch erst Anfang 2024 etwas. Mit dem Neustart an der Ecke Dahlweg/Roddestraße wird die Kita dann weiter dem Südviertel treu bleiben. Neustart bedeutet in diesem Fall auch, dass sie sich vergrößert und eine dreigruppige Einrichtung mit etwa 50, statt wie bisher 30 Kindern wird.

So ein Umzug ist naturgemäß immer eine kostenintensive Angelegenheit. Auch wenn man nur als Mieter einzieht, ist es eine sehr große Herausforderung. Die veranschlagten Kosten haben sich schon um rund 20 % erhöht und angesichts des Ukrainekriegs stehen weitere – deutliche – Kostensteigerungen im Raum. Die Kosten der Gestaltung des Außenbereichs, die Ausstattung des Bewegungsraums, der Einbau einer Frischkostküche, kleinere bauliche Änderungen, Einbauten für alle drei Gruppen etc. – all das übersteigt den Zuschuss der Stadt, den die Elterninitiative für die Erweiterung wegen einer Gruppe erhält, bei weitem. Über Jahre wurden hohe Rücklagen gebildet, um das Projekt gut stemmen zu können. Bauverzögerungen, Materialknappheit, die Energiekrise und Inflation schlagen jedoch sehr zu Buche.

Ein besonderes Merkmal legt die Initiative auf die Gesundheitsförderung. Die Themen Ernährung und Bewegung sind eine Herzensangelegenheit. In der Kita wird eine vollwertige vegetarische Ernährung zum Frühstück, Mittagessen und auch in kleineren Zwischenmahlzeiten angeboten. Die seit fast 20 Jahren fest angestellte Köchin bereitet in der kitaeigenen Küche die Mahlzeiten für die Kinder täglich frisch zu. Sie ist mit dem Konzept und den Besonderheiten eines Kitabetriebes eng vertraut. Mit ihrem abwechslungsreichen Speiseplan bietet sie den Kindern ausgewogene Mahlzeiten in kindgerechter Form.

Auch am neuen Standort soll den Kindern diese Vielfalt und der Spaß an frischem Essen vermittelt werden und entgegen des aktuellen Trends eine Frischkost- statt einer Aufwärmküche eingebaut werden. Die Finanzplanung des Landesjugendamtes für Kita-Neubauten sieht bedauerlicherweise lediglich eine Aufwärmküche vor, weshalb der finanzielle Mehraufwand einer Frischkostküche allein durch die Kita-Eltern gestemmt werden muss.

Um das alles zu schaffen, hat man die Ärmel hochgekrempelt und in unermüdlicher Elternarbeit einen großen Flohmarkt, besser gesagt eine Septembersause auf die Beine gestellt. Das ganze findet am kommenden Sonntag von 14 bis 18 Uhr im Skaters Palace statt. Zu erleben und auch zu gewinnen gibt es eine Menge. Am Nachmittag gibt es ab 16 Uhr ein Familienkonzert mit Corinna Bilke und bei der stillen Versteigerung und der Tombola profitieren die Gewinner von der überwältigenden Unterstützung von Unternehmen und Geschäften im Südviertel und drumherum. Zu gewinnen gibt es zum Beispiel ein nagelneues Kinderfahrrad, ein signiertes Preußen Trikot, sowie unzählige weitere tolle Preise.

Für die Frischkostküche wurde auch eine Crowdfunding Kampagne auf den Weg gebracht und wer nicht persönlich vor Ort ist kann trotzdem spenden: Kita Süd e.V.; IBAN: DE83 4401 0046 0276 1194 60 (Spendenbescheinigungen werden ausgestellt).

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