Karneval: Großeinsatz für ehrenamtliche Sanitäter

Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes sind auch in diesem Jahr zu Karneval im Einsatz. (Foto: DRK)
Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes sind auch in diesem Jahr zu Karneval im Einsatz. (Foto: DRK)

Schon seit Wochen bereiten sich die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf ihre Einsätze bei den zahlreichen Münsteraner Karnevalsveranstaltungen vor: In Sprakel, Wolbeck, Hiltrup und Amelsbüren sind sie immer mit dabei und sichern sowohl die Straßenumzüge als auch die Festzeltpartys sanitätsdienstlich ab.

„Herzstück ist aber natürlich der Rosenmontagsumzug, dem die Ehrenamtlichen jedes Jahr gespannt entgegenfiebern“, betont DRK-Sprecherin Nina Heckmann. „Besonders, nachdem sie ja im letzten Jahr durch die wetterbedingte Absage kurzfristig frei hatten und nicht zum Einsatz kamen.“

Über 80 Ehrenamtliche des DRK setzen sich am Rosenmontag für die feiernden Jecken in Münsters Straßenkarneval ein. Es sind vor allem Sanitäter und Rettungsdienstler, aber auch Ärzte, Techniker und ein Küchenteam. Bei Notfällen stehen sie allen Besuchern des Karnevalsumzuges zur Seite. Neben der zentralen Unfallhilfsstelle im Rathaus-Innenhof sind auch sechs mobile Sanitätsposten entlang der Strecke eingerichtet. Acht Rettungs- und Krankenwagen sowie zwei Notarztfahrzeuge sind zudem im Einsatz. Das DRK kooperiert in bewährter Weise mit der Voll-ist-out-Kampagne der Stadt Münster. Gemeinsam werben sie bei Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.

Voll ist out

Die Präventionskampagne des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien kann auf breite Unterstützung zurückgreifen. Die Zweierteams mischen sich in ihren gut erkennbaren orangenen Outfits unter das Feiervolk. Das Jugendprinzenpaar und einige Karnevalsgesellschaften verteilen die Infomaterialien und kleine Geschenke direkt von den Karnevalswagen über die ganze Innenstadt. „Wir haben mittlerweile ein dichtes Unterstützernetz im Karneval gesponnen“, sagt die Projektkoordinatorin Carolin Gilles. Weil Aufklären aber eben doch noch oft nicht ausreicht, gibt es im Programm noch den Baustein „HaLt – Hart am Limit“. Die Familien von Jugendlichen, die nach zu viel Alkohol im Krankenhaus gelandet sind, werden vom Fachdienst Suchtprävention zu einem vertraulichen Hilfegespräch eingeladen. Die Krankenhäuser – ebenfalls Projektpartner von „Voll ist out“ – übernehmen hier die Vermittlung.

Luisa ist hier

In diesem Jahr ist das DRK zudem mit der Luisa-Kampagne des Frauennotrufs Münster verbunden. „Luisa“ ist ein unkompliziertes und schnelles Hilfsangebot für Frauen und Mädchen, die sich in einer unangenehmen Situation befinden. Die DRK-Sanitäter können Frauen und Mädchen direkt aus einer solchen Situation helfen und Schutz bieten. „Wir freuen uns über die Kooperation mit dem DRK und dass dadurch mehr Schutz und Sicherheit für Frauen und Mädchen in Münster gewährleistet wird“, erklärt Gerlinde Gröger vom Frauennotruf Münster.

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