Kalte Finsternis Die Mondfinsternis begeisterte nicht nur Amateurastronomen

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Durch die Mondfinsternis wurden die Sterne in der Nähe des Trabanten gut sichtbar. (Foto: Michael Bührke)
Durch die Mondfinsternis wurden die Sterne in der Nähe des Trabanten gut sichtbar. (Foto: Michael Bührke)

Montagmorgen, sechs Uhr, acht Grad unter Null. Der beste Ort wäre jetzt wohl das Bett. Wenn da nicht diese Mondfinsternis wäre, die zahllose Münsteraner in die Kälte lockte, um wenigstens ein paar Minuten den „Blutmond“ am Himmel zu betrachten.

Zwischen 5.41 und 6.44 Uhr befand sich der Mond im Schatten der Erde und hätte diese keine Atmosphäre, wäre der Trabant während dieser Zeit überhaupt nicht zu sehen. Die dünne Schicht der Atmosphäre bricht jedoch das Licht der Sonne und das so entstehende Streulicht lässt den Mond rötlich am Himmel stehen.

Vollständige (totale) Mondfinsternisse sind nicht selten, die letzte war Ende Juli letzten Jahres. Statistisch gesehen kann bei uns etwa alle zwei Jahre ein solches Himmelsereignis beobachtet werden. Wesentlich spektakulärer ist da schon eine Sonnenfinsternis mit ihrer eindrucksvollen Korona und auch diese ist rund ein bis zwei Mal pro Jahr zu beobachten, allerdings nicht überall. Da hierbei der Mond zwischen Sonne und Erde steht, kann die Finsternis nur dort beobachtet werden, wo der relativ schmale Schatten des Mondes über die Erdoberfläche wandert. In Deutschland findet die nächste am 3. September 2081 statt, am besten zu sehen in Südwestdeutschland. Die nächste Mondfinsternis hingegen kann bei uns bereits am 16. Mai 2022 beobachtet werden.

Michael Bührke

(mb) - Redakteur & Fotograf bei ALLES MÜNSTER
Michael wurde im niedersächsischen Celle geboren und kam 1990 zum Studieren nach Münster. Er ist Geograf und arbeitet heute als Pressesprecher. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Soziales aber auch in den Naturwissenschaften. Gewissermaßen „alles außer Sport“. :-) Michael ist leidenschaftlicher Radfahrer, Wanderer und Amateurfotograf.

mb@allesmuenster.de
Michael Bührke

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