Jubiläumswochenende in der Gorilla Bar

Die Gorilla Bar feiert Jubiläum. Die Betreiber Bernd Redeker (li.) und Reiner Schlag laden zum Geburstagswochenende. (Foto: Gorilla Bar)
Die Gorilla Bar feiert Jubiläum. Die Betreiber Bernd Redeker (li.) und Reiner Schlag laden zum Geburstagswochenende. (Foto: Gorilla Bar)

Die Gorilla Bar wird 15! Mitten in der Pubertät und noch lange nicht erwachsen sind 15 Jahre trotzdem schon eine beachtliche Leistung im Haifischbecken der Gastronomie. Wir sprachen mit Reiner Schlag über die Anfänge der Bar und über das, was sich in den letzten 15 Jahren verändert hat. 

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Reiner, vorab schon mal herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum der Gorilla Bar. Habt ihr sie irgendwann übernommen oder seid ihr tatsächlich die Gründer? 

Vielen Dank! Ja, wir sind wirklich die Gründer der Gorilla Bar! Vorher hieß die Kneipe Schluckspecht und hatte auch schon Kultstatus. Bernd (Bernd Redeker, Mitbetreiber der Gorilla Bar, Anm. d. Red.) und ich haben vorher lange Jahre in der Destille gezapft. Als dann der Schluckspecht raus war, stand die Location etwa ein halbes Jahr leer. In der Zeit haben wir uns bemüht und dann auch von der Brauerei den Zuschlag bekommen. Im September 2001 gingen wir dann mit der Gorilla Bar an den Start. Namensgeber war übrigens ein alter Zapferkollege aus der Destille. Falko hatte damals einen total verrückten Cocktail namens Gorilla kreiert und daraus haben wir dann Gorilla Bar gemacht!

Ihr seid immer schon hier am Standort Jüdefelder Straße?

Ja genau, immer in der  Jüdefelderstrasse 54. 54… wie Sudio 54 in New York! Zufall?

Wie hat sich die Gorilla Bar in den Jahren verändert?

Veränderung ist normal und heißt bei uns: am Ball bleiben, Trends und Strömungen erkennen und auch mitarbeiten. Andererseits halten wir aber auch an guten Dingen fest, wie beispielsweise  gutem Personal und extrem guter, geschmackvolle Musik. Das Design der Kneipe ist über die Jahre geblieben, künstlerisch werden Kino-Plakate aus Tarantino-Filmen in das verwaschene Rot der Wände eingearbeitet und es gibt regelmäßig Livemusik und Events.

Und das Publikum? Haben sich die Gäste verändert?

Das Publikum hat sich natürlich verändert. Wir sprechen schon diejenigen an, die dem Teeniealter entwachsen sind. Trotzdem findet sich bei uns eine homogene Mischung aus Studenten und der arbeitenden Bevölkerung ein.

Was war dein spezielles Highlight bislang in der Gorilla Bar?

Oh, da gab’s einige. Schwer zu sagen, was das größte war. Oft war man geflasht, wenn die H-Blockx, die Donots oder zuletzt Mr. Irish Bastard die kleine Gorilla Bühne rockten. Aber auch sind es oft die kleinen Konzerte, die einen speziellen Charme haben. Da möchte ich auf unsere Konzertreihe „Stereo Monday “ hinweisen. Auch war es schon geil als der USC seine Meisterfeier bei uns hatte, oder wenn Spitzensportler zusammen mit Schauspielern, Musikern und Zoodirektoren für den Zoo und unser Gorilla-Paten-Baby „Demba“ hinter der Gorilla Theke stehen.

Ist es über die Jahre in der Stadt für Gastronomen schwerer geworden?

Generell ist das Gastronomiegeschäft härter geworden. Die Studenten haben nicht mehr so viel Geld und müssen durch den Bachelor morgens früh in der Uni stehen. Da wird in der Woche nicht mehr so viel getrunken. Es wird mehr Zuhause und an den Kiosken vorgeglüht. Aber wie die Törner Stier Crew schon singt: „Wir sind immer noch dabei!“

Was erwartet die Gäste am Jubiläums-Wochenende?

Ganz klar: ein großes und ausschweifendes Fest!

Freitag (23.) & Samstag (24.9.) | 19:00 Uhr | Gorilla Bar, Jüdefelder Straße | Eintritt frei
Auf der kleinen Bühne in der Gorilla Bar fanden schon die H-Blockx, die Donots und Mr. Irish Bastards Platz. (Foto: Gorilla Bar)
Auf der kleinen Bühne in der Gorilla Bar fanden schon die H-Blockx, die Donots und Mr. Irish Bastards Platz. (Foto: Gorilla Bar)
Thomas Hölscher

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