Hausbesetzungen: DGB-Jugend fordert Lösungen von Politik

Ein besetztes Haus auf dem Schifffahrter Damm im Sommer 2016, das über lange Zeit leer stand. (Foto: sg)
Ein besetztes Haus auf dem Schifffahrter Damm im Sommer 2016, das über lange Zeit leer stand. (Foto: sg)

Die soziale Wohnungsbaupolitik wird am 1. Mai bei der DGB-Demo in Münster das Topthema sein. Für die Gewerkschaftsjugend verdeutlichen die aktuellen Hausbesetzungen am Köhlweg den akuten politischen Handlungsdruck.

„Münster braucht endlich effektive Maßnahmen, um den Wohnraumnotstand zu bekämpfen“, sagt Simone Skorupa, Vorsitzende des DGB-Stadtjugend-Ausschusses. „Es kann nicht sein, dass Wohnungen für Azubis, Studis und Geringverdienende mehr als ein Drittel teurer sind als in benachbarten Großstädten“. Die Politik der Bundesanstalt für Immobilienwirtschaft (BImA), der die Häuser gehören, steht nach Auffassung von Skorupa für absolut falsche Prioritäten: „Es kann nicht sein, dass eine staatliche Institution soziale Wohnraumentwicklung in Münster blockiert – und stattdessen die Gewinnorientierung an erste Stelle setzt.“

Für die inhaltlichen Gründe der Hausbesetzung hat die Gewerkschaftsjugend Verständnis. „Unser Ziel ist eine Wohnungsbaupolitik in Münster, die keinen politischen Protest für mehr und günstigeren Wohnraum hervorruft“, erklärt Felix Eggersglüß, DGB-Jugendbildungsreferent. Um schnelle politische Lösungen für die fatale Wohnraumsituation einzufordern, stellt die Gewerkschaftsjugend ihre 1. Mai-Demonstration unter das Motto „Mehr Raum für uns!“. „Gemeinsam mit circa 30 Organisationen fordern wir mehr sozialen, öffentlichen Wohnungsbau, eine effektive Milieuschutzsatzung sowie die Umsetzung von Azubi-Wohnheimen für Münster“, so Eggersglüß.

Ein Kommentar

  1. Darf man fragen, ob es vielleicht einen zusammenhang zwischen dem Zuzug von ca. 1,8 Mio. Menschen 2015 und 2016 und einem enger werdenden Wohnungsmarkt gibt? Oder ist schon die Frage rassistisch?

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