
Am Morgen hat die Schlussetappe begonnen, die nun Klarheit darüber bringen soll, ob unter dem Hauptbahnhof nur ein Metallstück oder ein Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegt. Fakt ist: Vor der Stützwand an den den Gleisen 1 und 2 ruht tief im Erdreich ein verdächtiger Gegenstand.
Die Aktion hat es in sich. Vom Kellergeschoss-Niveau des künftigen Bahnhofs muss eine sechs Meter tiefe Grube ausgehoben werden, wie es in einer entsprechenden Pressemeldung heißt. Dabei sei unter anderem eine Betonplatte zu durchschneiden. Schon jetzt ist sicher: Unter dieser Platte liegt als weiteres Hindernis ein großer Betonklotz im Weg.
Sollte sich am Fundort tatsächlich ein Blindgänger befinden, werden die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg entscheiden, ob und wie er entschärft werden kann oder – was in sehr seltenen Fällen vorkommt – ob er unter Umständen gesprengt werden muss. Ist eine Entschärfung erforderlich, wird im Umkreis von bis zu 300 Meter um die Fundstelle evakuiert. Je nach Bombentyp kann sich dieser Bereich noch ändern. In der Zone darf sich dann vorübergehend niemand aufhalten. Sie wird für den Pkw- und den Busverkehr gesperrt. Der Zugverkehr wird eingestellt, die Oberleitungen werden sicherheitshalber abgeschaltet, der Hauptbahnhoff wird komplett gesperrt – die Sicherheit aller geht vor.
Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei planen aktuell zusammen mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst die Details für einen möglichen Einsatz. In den kommenden Tagen verteilen sie ein Infoblatt an die unmittelbar betroffenen Anlieger. Einen Stadtplan-Ausschnitt mit der möglichen Evakuierungszone hat das Presseamt im Stadtportal veröffentlicht: www.muenster.de/bombenentschaerfung.
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