Freitag: Klimastreik auch in Münster Fridays for Future ruft zu großer Demonstration auf / Beginn um 14:00 Uhr am Aasee

Auch bei uns in Münster wird am Freitag der nächste große Klimastreik stattfinden. (Archivbild: Susanne Wonnay)
Auch bei uns in Münster wird am Freitag der nächste große Klimastreik stattfinden. (Archivbild: Susanne Wonnay)

Die Bewegung Fridays for Future ruft für Freitag wieder weltweit zum Klimastreik auf. Auch die Münsteraner Ortsgruppe plant, sich daran mit einer großen Demonstration mit Beginn an den Aaseekugeln zu beteiligen. Beginn ist um 14:00 Uhr. Gegen 15:45 Uhr soll eine große Abschlusskundgebung vor dem Schloss stattfinden, bei der die Band „The Late Night Call“ spielt.

„Zusammen mit unseren Mitstreiter*innen weltweit möchten wir diesen Freitag für eine Kursänderung der Politik bei der Klimafrage kämpfen. Unter dem Motto #PeopleNotProfit, also Menschen nicht Profite, werden wir dafür demonstrieren, dass die Menschen und ihre Interessen endlich über die Profite einzelner Großkonzerne gestellt werden“, erklärt Marek Blanke von Fridays for Future Münster. „Denn nur dann können wir den Pfad zu einem 1,5-Grad-gerechten, sozial gestalteten Wandel einschlagen. Um diesen Wandel zu gestalten, brauchen wir jede*n am Freitag auf der Straße!“

Angesichts des Kriegs in der Ukraine fragen sich derzeit wohl viele Menschen, ob es aktuell nicht wichtigere Themen gibt. „Die gesamte Fridays-Bewegung verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine. Dieser Krieg muss sofort beendet werden und so dem unermesslichen Leid der Menschen in der Ukraine ein Ende gesetzt werden“, heißt es dazu auf der Webseite von FFF Münster. Die Bewegung solidarisiere sich mit den Menschen in der Ukraine, die unter dem Krieg leiden, und den Menschen, die weltweit gegen den Krieg auf die Straße gehen. „Zugleich leben wir in einer Zeit multipler Krisen“, heißt es weiter: „Bewaffnete Konflikte und Kriege — nicht nur in der Ukraine und nicht erst seit zwei Wochen -, eine eskalierende Klimakrise, globale Verteilungsungerechtigkeit und die Coronapandemie. Diese Krisen existieren in vielen Fällen nicht unabhängig voneinander, sie bedingen und verstärken sich gegenseitig.“

(Archivbild: Susanne Wonnay)
(Archivbild: Susanne Wonnay)

„Mit unserem Kampf für Klimagerechtigkeit kämpfen wir und kämpfe ich für viel mehr als nur Klimaschutz“, erklärt Lara Zoske von Fridays for Future Münster. „Als eine der größten demokratischen Bewegungen weltweit vertreten wir auf der Straße auch die Werte von Freiheit, Frieden, Demokratie und globaler Gerechtigkeit. All das muss zusammen gedacht werden.“ Der Ukraine-Krieg zeige deutlich, dass Deutschland mit dem Kauf und der Nutzung von fossilen Energieträgern nicht nur der Umwelt enorm schadet, sondern auch autokratische Systeme unterstützt. Putin habe auch deshalb die finanziellen Mittel, um diesen Krieg zu führen, weil Deutschland und andere europäische Staaten seit Jahrzehnten Gas, Kohle und Öl aus Russland importieren. Die deutsche Politik befinde nun in einer schwierigen Lage: Einerseits zeigt es Russland mit Sanktionen, dass es sich gegen den russischen Angriffskrieg stellt. Andererseits kauft Deutschland weiterhin die fossilen Energieträger aus Russland. Durch fossile Abhängigkeiten sei Deutschland erpressbar und könne sich momentan nur schwer effektiv und umfassend gegen das Handeln von Putin stellen.

„Es ist Zeit, dass Deutschland endlich unabhängig von Menschenrechte verachtenden Staaten wird. Ein schneller Austritt aus den fossilen Brennstoffen wäre also nicht nur ein Zeichen für den Klimaschutz, sondern auch für die Menschenrechte, den Frieden und die Demokratie. Deutschland muss sich endlich der Folgen seines wirtschaftlichen Handelns bewusstwerden und die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Wir brauchen eine Energiewende“, fordert auch Vincent Heitzer von FFF Münster. Die Organisatoren bitten darum, während der gesamten Veranstaltung eine Maske zu tragen und Abstand zu halten.

Ab voraussichtlich 14:00 Uhr werden wegen der Demonstration auch die Busse im Bereich der Innenstadt umgeleitet. Viele Linien können kurzzeitig nicht ihren gewohnten Weg fahren, wie die Stadtwerke Münster mitteilen. Beginnend an der Weseler Straße auf Höhe Aasee und weiter über Ludgeriplatz, Innenstadt und zum Schlossplatz fahren die Busse zeitweise Umleitungen. Nachdem die Demonstration über die jeweiligen Straßen hinweg ist, werden die Umleitungen wieder aufgehoben. Faustregel für alle, die mit dem Bus unterwegs sind: Die Haltestellen Hauptbahnhof und Bült können durchgehend angefahren werden. Elektronische Fahrplanauskunft: www.stadtwerke-muenster.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.