FMO wachstumsstärkster Airport in Deutschland

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Dadurch, dass ein zweites Flugzeug der Fluggesellschaft Germania am FMO stationiert wurde, stieg das Touristikgeschäft deutlich an. (Foto: wf / Weber)
Dadurch, dass ein zweites Flugzeug der Fluggesellschaft Germania am FMO stationiert wurde, stieg das Touristikgeschäft deutlich an. (Foto: wf / Weber)

Das vergangene Jahr ist für den Flughafen Münster / Osnabrück (FMO) überaus erfolgreich geendet. Insgesamt wurden in 2017 969.762 Fluggäste gezählt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Verkehrssteigerung von 23,2 Prozent. Damit ist der FMO im abgelaufenen Jahr der wachstumsstärkste Airport in Deutschland. Dennoch steht der Flughafen in diesem Jahr vor großen Herausforderungen. 

Die Zahl der Starts und Landungen stieg um 5,4 Prozent auf 36.324 an, im Bereich der Luftfracht wurden mit 16.163 Tonnen 6,1 Prozent mehr Waren umgeschlagen als im Vorjahr. „Mit diesem Wachstum deutlich über dem Bundesdurchschnitt, aber auch deutlich über den Zuwachsraten aller anderen Flughäfen in NRW, konnten wir in 2017 in erfreulichem Maße Marktanteile hinzugewinnen“, erklärt FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz.

Vor allem das touristische Geschäft habe sich letztes Jahr erfreulich entwickelt: Mit 544.000 Fluggästen konnte dieser Geschäftsbereich um 47 Prozent zulegen. Hauptursache des Touristikwachstums war die Stationierung eines zweiten Flugzeugs der Fluggesellschaft Germania am FMO. Die beliebtesten Ferienziele waren Mallorca mit 212.000 Gästen (+ 30 %), Antalya mit 131.000 (+ 30 %), Fuerteventura mit 30.000 (+ 128 %), Gran Canaria mit 27.000 (+ 50%) und Kreta mit 20.500 (+ 229 %). Im Linienflugbereich seien vor allem die wichtigen Verbindungen zu den großen Lufthansa-Drehkreuzflügen Frankfurt (+ 7,8 %) und München (+ 4,6 %) angestiegen.

Nach dem starken Wachstum in 2017 gehe es nun vor allem darum, das Flugangebot zu stabilisieren. Mit Thessaloniki und Bodrum werden zwei neue Reiseziele ab FMO angeboten. Die Fluglinie Germania wird zudem die Istanbul-Verbindung von Turkish Airlines übernehmen und ab Mai dreimal wöchentlich in die Metropole am Bosporus fliegen.

Durch den Wegfall der insolventen Airlines airberlin und Niki sind für 2018 generell weniger touristische Flugkapazitäten im deutschen Markt zu erwarten. Da diese beiden Linien Marktführer insbesondere für das wichtige Touristikziel Mallorca waren, sind aktuell für den Sommer weniger Mallorca-Kapazitäten verfügbar. Inwieweit diese seitens der großen Reiseveranstalter noch aufgefangen werden, werde sich in den kommenden Wochen zeigen. Aktuell seien für den Sommer 2018 mit Germania, Eurowings, Small Planet und Sundair 20 wöchentliche Mallorca-Verbindungen verfügbar.

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