Flo Mega – Ein soulig guter Abend im Skaters Palace-Café

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(Foto: sg)

Celina Bostic durfte den Abend vor gut 300 Zuschauern eröffnen, bewaffnet mit einer Gitarre und toller Stimme. Unplugged sozusagen.

Gemäßigte Töne also, die das Vorprogramm bildeten. Es dauerte auch 1-2 Songs, bis der Funke von der Bühne aufs Publikum übersprang. Es wäre mir aber auch ein Rätsel gewesen, wenn das nicht geklappt hätte. Die 34-Jährige hat immerhin mehr als genug Bühnenerfahrung, stand sie doch schon mit Max Herre, den Ärzten oder Udo Lindenberg auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Trotzdem fehlte bei Ihrem Auftritt das letzte Stückchen „Wumms“, wirkte alles doch ein wenig leise und dünn. Hier „jammere“ ich aber auf hohem Niveau und soundtechnische Perfektion war nun wirklich nicht das Hauptaugenmerk dieses Abends.

Flo Mega kam dann nicht alleine auf die Bühne, er wurde begleitet von der Berliner Soul- und Funkband „Ruffcats“.

„Soul II Soul”, stellte er mit seinem Opener auch gleich klar, Motto des Abends? Ja, ganz sicher!

Ein wuchtig, funkiger Song von seinem aktuellen Album „Mann über Bord“. So sollte es weiter gehen. Ganz entspannt und mit einer wunderbaren Leichtigkeit ging es von Song zu Song.

Keine große Party, keine Mitgröhlorgien, lässiger Soul war angesagt. Genau das richtige um dem momentan allgegenwärtigen Karneval entgegenzutreten.

Seine aktuelle Single „Hinter dem Burnout“ durfte da natürlich nicht fehlen, aber an Burnout mochte heute Abend wohl niemand denken, dem wurde musikalisch vorgebeugt.

Auch als Entertainer muss sich Mega nicht verstecken, gezielt und sehr humorig kommunizierte er zwischen den Songs mit dem Publikum und ließ keine Langeweile aufkommen. Nicht aufgesetzt, nordisch authentisch!

Müsste ich vergleichen, würde ich Flo Mega als unglamouröse Kombination aus Jan Delay und Joe Cocker bezeichnen. An beide musste ich nämlich immer wieder denken, wenn ich auf die Bühne blickte.

Ein wunderbarer Freitag Abend, ich hätte noch stundenlang zuhören können.

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Stephan Günther

(sg) - Gründer bei ALLES MÜNSTER
In Münster geboren und aufgewachsen, ist Stephan Günther dieser Stadt bis heute treu geblieben. Zusammen mit Thomas Hölscher brachte er im Frühjahr 2014 das Onlinemagazin „auf die Welt“. Fasziniert von der Vielfältigkeit der Musik, findet man ihn am häufigsten auf Konzerten, meistens hinter einer Kamera, gerne aber auch mit Notizblock und Stift. Ansonsten hält er seine Augen aber auch für alles andere offen, was in seiner Heimatstadt so passiert.

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