Fakten zu Münsters Trinkwasser Weltwassertag am 22. März / Stadtwerke Münster informieren

In Münster ist das Netz zur Versorgung mit Trinkwasser rund 1.100 Kilometer lang. (Symbolbild: Gitti Moser / pixelio.de)
In Münster ist das Netz zur Versorgung mit Trinkwasser rund 1.100 Kilometer lang. (Symbolbild: Gitti Moser / pixelio.de)

Jedes Jahr weist der Weltwassertag am 22. März auf die Wichtigkeit von Wasser als Quelle allen Lebens hin. Es ist unser wichtigstes Lebensmittel und eine wichtige, natürliche Ressource. In Münster werden laut den Stadtwerken Münster pro Kopf rund 125 Liter Wasser täglich zum Waschen, Duschen, Trinken oder Kochen genutzt.

Das natürliche Angebot an Grundwasser zur Versorgung der Stadt mit Trinkwasser ist nicht groß genug. Daher reichern es die Stadtwerke mit „künstlichem“ Regen an. Dieses seit über 100 Jahren bewährte Verfahren sichert die Trinkwasserversorgung auch in trockenen Sommern. Hierbei wird Wasser größtenteils dem Dortmund-Ems-Kanal entnommen, der wie eine langgezogene Talsperre für Münster funktioniert. Das vorgereinigte Wasser wandert 50 Tage durch den Boden, wird auf diesem Weg natürlich gereinigt, anschließend wieder durch die Brunnen zutage gefördert und abschließend aufbereitet.

Unser Leitungswasser ist uneingeschränkt für den Verzehr geeignet. Die Stadtwerke lassen die einwandfreie Qualität regelmäßig und umfassend durch unabhängige Fachleute prüfen – während der Aufbereitungskette, an den Wasserwerksausgängen und innerhalb des städtischen Versorgungsnetzes. Mit rund 2.000 Analysen im Jahr gehen sie weit über die behördlich vorgeschriebenen Untersuchungen hinaus. Etwa 80 Prozent unseres Trinkwassers kommen aus den vier münsterschen Wasserwerken Hohe Ward, Hornheide, Kinderhaus und Geist. Gelsenwasser liefert gut 20 Prozent hinzu. Über das 1.100 Kilometer lange städtische Versorgungsnetz gelangt das Wasser in die münsterschen Haushalte.

Aus den Verbrauchskurven der Münsteraner lässt sich das Wetter ablesen. An Tagen mit Durchschnittstemperaturen etwa erreicht der Wasserverbrauch am Morgen seinen Höhepunkt, eine weitere, flachere Spitze entsteht am Abend. Anders an heißen Tagen: Dann gleicht die Verbrauchskurve einem zweihöckrigen Kamel mit zwei Spitzen, da abends zusätzlich die Gärten bewässert werden. 2021 flossen an die 17 Millionen Kubikmeter Trinkwasser über das Versorgungsnetz zu den Wasserhähnen der Münsteraner. Das entspricht etwa dem 240-fachen Volumen des Gasometers, dem stillgelegten Erdgasspeicher am Albersloher Weg.

Hintergrund: 

Der Weltwassertag, zu dem die Vereinten Nationen seit 1992 aufrufen, erinnert jährlich an die vielfältige Bedeutung von Wasser. In diesem Jahr steht er unter dem Motto "Accelerating Change", also den Wandel beschleunigen. Mehr Informationen gibt es unter: www.worldwaterday.org

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