EVK gehört nun zu Alexianern Bundeskartellamt gibt Übernahme der Anteile am Evangelischen Krankenhaus frei

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Das Profil des EVK als Spezialist für Altersmedizin soll erhalten bleiben. (Archivbild: Thomas Hölscher)
Das Profil des EVK als Spezialist für Altersmedizin soll erhalten bleiben. (Archivbild: Thomas Hölscher)

Das Bundeskartellamt hat seine Freigabe erteilt. Wie die Alexianer am Vormittag mitteilten, gehört das Evangelische Krankenhaus Johannisstift (EVK) im Kreuzviertel nun offiziell zum Alexianer-Verbund. 

Nachdem das UKM als Mitgesellschafter seine 20-prozentigen Anteile am EVK ebenfalls an die Alexianer übertragen hatte, ist der katholische Verbund mit Hauptsitz in Münster nun Eigentümer. „Wir bedanken uns für die zahlreichen konstruktiven Gespräche mit allen Beteiligten. Die nun erfolgte Freigabe des Bundeskartellamtes bietet einen unter all den äußeren Umständen schönen Start in das spannende, aber auch herausfordernde Jahr 2021“, erklärte der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums der Stiftung der Alexianerbrüder Dr. Hartmut Beiker.

Laut einer Pressemitteilung soll das Profil des Hauses als Spezialist für Altersmedizin erhalten bleiben und auch die evangelische Krankenhausseelsorge soll weiter ihren festen Platz im Zukunftskonzept des Krankenhauses haben. Mit der Übernahme „ergeben sich mit der Raphaelsklinik und dem Clemenshospital weitreichende Synergieeffekte, insbesondere im Bereich der Geriatrie“, heißt es weiter. Zudem könne durch das Zusammenspiel mit dem speziellen Angebot des gerontopsychiatrischen Bereiches des Alexianer-Krankenhauses in Amelsbüren der Versorgungsauftrag für ältere Patienten in der Region verbessert und ausgebaut werden.

„Mit dem geriatrischen Angebot im EVK können Patienten vor und nach Operationen integrativ altersmedizinisch noch besser versorgt werden“, unterstreicht Dr. med. Peter Kalvari, Ärztlicher Direktor am EVK. Die optimale Versorgung der Münsteraner könne man nun mit den anderen Häusern der Alexianer aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen besonders gut gewährleisten. „Auch wenn wir als christliches Unternehmen wirtschaftlich handeln müssen, haben wir einen Versorgungsauftrag für die Menschen. Wir kaufen oder kooperieren nicht nur, um zu wachsen oder den Umsatz zu erhöhen. Wir schauen, was wirtschaftlich sinnvoll ist, wer zur Philosophie passt und wie wir den Menschen in der Umgebung am besten helfen können“, so Dr. Hartmut Beiker abschließend.

Die Alexianer beschäftigen rund 26.200 Mitarbeiter in sechs Bundesländern und elf Regionen, davon etwa 6.200 davon in Münster.

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